Zwangsupdate auf Windows 10

Posted by GSL-Team - 11. September 2015 - News, Sicherheit, WebWirtschaft - No Comments

Auch wenn man sich nicht für das kostenlose Upgrade auf Windows 10 angemeldet hat, werden einem die Installationsdateien auf den Computer heruntergeladen. Dazu müssen nur die automatischen Updates aktiviert sein, was der Regelfall bei Windows-PCs ist. So zitiert The Inquirer  eine Stellungnahme von Microsoft. Auf diese Weise will Microsoft den Umstieg von der bestehenden Installation auf Windows 10 vereinfachen.

Wenn dann die Installationsdateien heruntergeladen sind, informiert Windows den Anwender darüber und gibt ihm die Möglichkeit, auf Windows 10 zu wechseln, bestätigt auch Microsoft. Der Konzern  wartet also nicht, bis der Anwender irgendwann Windows 10 aus eigenem Antrieb installieren will, sondern schlägt vor, das sofort zu machen.

Ungefragt satte 6 GByte auf den PC

Festgestellt hatte das ein Leser von The Inquirer, aber auch International Business Times und Extremetech haben das ziemlich freche Verhalten von Microsoft bestätigt.

Die heruntergeladenen Installationsdateien residieren auf dem Systemlaufwerk in einem versteckten Ordner mit der Bezeichnung “$Windows.~BT”, der dann knapp 6 GByte an Speicherplatz verbraucht.

Man kann den Ordner zwar löschen, aber das verhindert nicht, dass der Download später erneut stattfindet und erneut fast 6 GByte an Daten heruntergeladen werden. Um das dauerhaft zu verhindern, muss der Benutzer das Update KB3035583 deinstalliern und von künftigen Installationen ausschließen – oder alternativ die automatischen Updates ganz abschalten. Letzteres ist aus Sicherheitsgründen natülich nicht zu empfehlen…

Microsofts Zwangsbeglückung erzürnt die Anwender

In diversen Kommentaren im Internet zeigen sich viele Windows-Anwender verärgert über diese Vorgehensweise von Microsoft.

Es gibt auch eine Anzahl Benutzer, die kein unbegrenztes Datenvolumen zur Verfügung haben und sich folglich daran stören, dass der Download ohne jegliche Information oder gar Rückfrage durchgeführt wurde.

Aber auch Anwender mit geringem freiem Speicherplatz sind verärgert, denn die Installationsdateien belegen ja viel von dem dringend benötigten Speicherplatz. Die meisten fühlen sich insbesondere bevormundet, weil der Konzern nach dem Herunterladen der Installationsdateien das Upgrade auf Windows 10 von sich aus anbietet und nicht darauf wartet, bis der Nutzer aus eigenem Antrieb aktiv wird.

 

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