Windows 10-Upgrade mit „Never10“ verhindern

Posted by GSL-Team - 29. März 2016 - News, Sicherheit, WebWirtschaft - 1 Comment

Microsoft versucht inzwischen mit allen Mitteln, Benutzer älterer Windows-Versionen auf Windows 10 upzugraden – das neue Betriebssystem bekommen sie sogar bis Ende Juli kostenlos.

Es ist zu vermuten, daß Microsoft das auch noch viel länger macht. Sie sagen es nur noch nicht, um durch diese Deadline den Wechseldruck weiter zu erhöhen. Deshalb dürfte das neue Hilfswerkzeug des Sicherheitsexperten Steve Gibson, Gründer der Firma Gibson Research, dem Softwareriesen aus Redmond keine Freude bereiten.

Das kostenlose Programm deaktiviert nämlich die automatische Aktualisierung und kann das auf Wunsch sogar  wieder rückgängig machen. Damit entfällt auch die nervende Anmache der Benutzer durch Icons oder aufpoppende Fenster auf der Taskleiste und dem Desktop.

Das elegante an Never10 ist, dass es selbst keinerlei Software installiert. Es nimmt lediglich schnell die benötigten Systemänderungen für den Benutzer vor“, erklärt Programmierer Steve Gibson auf der Never10-Website. Danach kann man das Tool auch wieder löschen.

Mit Never10 sollen sogar unerfahrene Benutzer das automatische Update auf Windows 10 sicher verhindern können.

Microsoft bekam auch viel Kritik für sein Vorgehen, ohne Zustimmung des Benutzers Teile des Windows-10-Betriebssystems schon vor dem eigentlichen Upgradeprozess auf den Rechner zu laden.

Trotz massiver Beschwerden und einer Abmahnung durch die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg werden die bis zu 6 GByte großen Windows10-Installationsdateien weiterhin auf die Festplatte von Anwendern von Windows 7 oder 8.1 übertragen, die nicht das geringste Interesse am kostenlosen Upgrade auf Windows 10 haben. Mit Never10 lässt sich der Upgrade einfach und sicher verhindern.

 

One comment

  • rayman (1 comments) sagt:

    Wünschenswert,

    …wäre, das Microsoft wieder zu alten Verhaltensweisen zurückkehrt und das Vertrauen von Anwender der Vorgängerversionen von Windows 10 nicht zu sehr strapaziert!

    Viele Anwender sind über solch eine neue aggressive Vorgehensweise nicht nur verärgert sondern, und das ist relativ „Neu“ daran, können dadurch auch, selbst unverschuldet, geschädigt werden.

    So mancher Rechner, wo Windows7 noch „geradeso“ läuft, bringt nach dem unvorhergesehenen Zwangsupdate den Hintern nicht mehr hoch, verursacht z.B., durch diverse Treiberprobleme, doch es kann auch noch wesentlich schlimmer kommen. Wichtige Daten können, während eines solchen unvorhergesehen Upgrades, schlimmstenfalls in einem Supergau, unwiderruflich verloren gehen. Übrig bleibt dann bestenfalls nur noch die Neuinstallation. Vor allem ältere PCs, Notebooks oder Laptops können hiervon betroffen sein!

    Immer mehr Menschen arbeiten von Zuhause aus oder sind Freiberufler, nicht Selten mit einer veralteten Geräte- Hardware. Ein „Horrorszenario“ für Jeden, der damit sein Geld verdienen Muss! Erschwerend kommt hinzu, dass das Unternehmen aus Richmond USA Niemandem eine fehlerfreie Funktionalität seines neuen BS auf älteren Geräten versprechen, noch weniger gewährleisten kann!

    Alleine schon aus diesem Grund ist eine Wahlfreiheit bezüglich der Betriebssysteme für den Nutzer dringend erforderlich. Microsoft betont zwar immer wieder die Wichtigkeit der Datensicherung was auch im Kern richtig ist, nur bringt diese Option recht wenig, wenn mit essentiellen Informationen zu einem ungewollten Update und dessen mögliche Auswirkungen, hinter dem Berg gehalten, und der Nutzer unvorbereitet damit Konfrontiert wird.

    Vor allem der Begriff “UNVORBEREITET” könnte, sollte Microsoft sein Verhalten nicht grundlegend überdenken, vielleicht künftig noch eine ganz andere Rolle spielen, nämlich dann, wenn es um Schadensersatz- Rechtliche Ansprüche durch Verlust von Daten geht, die Aufgrund von „grob fahrlässigem Verhalten Dritter“ verursacht bzw., herbeigeführt wurden…! Noch gibt es dafür keine rechtliche bzw., gesetzliche Grundlage… Noch Nicht!

    Das könnte sich aber durchaus Ändern, sollte Microsoft seine neue, fragwürdige Strategie weiterhin als Zukunftsweisend erachten und weiter verfolgen. Wir sprechen hier von einem realen wirtschaftlichem Schaden für den Anwender, dessen Ausmaß vielleicht noch, von Fall zu Fall zu klären bleibt, auf jeden Fall, aber nicht unerheblich ist.

    Tools oder Programme zur Verhinderung der Win10 Upgrade- Funktion sind keine wirklichen Alternativen, solange der Urheber die eigentliche Problematik nicht selbst beseitigt und zur allgemein verträglichen Normalität zurückkehrt.

    Microsoft wäre gut damit beraten, sich wieder seiner moralischen Verantwortung bewusst zu werden!

    best regards
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