Webhoster für WordPress – 10 Punkte die man beachten muss.

Posted by Rieke - 10. Februar 2018 - News - No Comments

webhosterDen richtigen Webhoster für WordPress finden

Worauf kommt es bei der Wahl des richtigen Webhoster für eine WordPress Webseite an?

Webhoster gibt es wie Sand am Meer. Die Zeit der “Service Wüste Deutschland”, wo selbst große Provider einfach mal 1 Woche ausgefallen sind, sollten bereits der Vergangenheit angehören.  Auch die vor einigen Jahren noch böse Preis Falle “Trafik” findet sich kaum noch.

Doch noch immer gibt es einige Dinge zu beachten um den richtigen Webhoster für eine geplante WordPress Webseite zu finden.

 

  1. Neue Webhoster / Reseller

    Es gibt immer wieder neue Anbieter, die nach 1-2 Jahren wieder vom Markt verschwinden. Natürlich verdienen auch neue Anbieter eine Chance. Wenn das eigene Projekt nicht all zu wichtig ist, kann man natürlich auch zu einem neuen, unbekannten Anbieter gehen und dass Risiko alle Daten zu verlieren, eingehen. Aber eine Lebensversicherung schließe ich auch nicht bei einem ganz neuen Finanzunternehmen ab…. Mag sein dass ich da konservativ bin?

  2. Serverstandort Deutschland

    Mit der neuen DSGVO (Datenschutz Grundverordnung) wird es noch wichtiger, keine Kunden/Besucher Daten auf Servern außerhalb der EU liegen zu haben, sicher zu stellen, das der Serverbetreiber ebenfalls der DSGVO unterliegt. Es sollte sicherheitshalber ein Webhoster mit Serverstandort Deutschland gewählt werden.

  3. Speicherplatz für E-Mails nicht unterschätzen

    Oft wird bei dem Webhoster Tarif Vergleich nur auf den Speicherplatz insgesamt geachtet – nicht aber darauf, wie groß ein Postfach werden kann/darf und wieviel Speicherplatz für die Postfächer genutzt werden kann.  Ist ja schön wenn 2 GB Speicherplatz für Mails zusätzlich zur Verfügung steht – aber wenn das Postfach ab 2 GB keine E-Mails mehr annimmt, ist das unter Umständen ein riesen Problem.  In Zeiten von Imap Postfächer, werden Mails nicht mehr vom Server gelöscht, Postfächer werden oft 10 – 50 GB groß (Ich habe schon 80 GB Postfächer gesehen).

  4. PHP, MySQL

    Um WordPress installieren zu können, muss die Scriptsprache PHP sowie mindestens 1 MySQL Datenbank zur Verfügung stehen – alles andere geht nicht oder bedeutet Probleme. Mindestens PHP 7 sollte zur Verfügung stehen, wenn möglich sollte man selbst zwischen verschiedenen Versionen wechseln können. VORSICHT. Es gibt einen Provider der einem einen 5€ / Monat Aufpreis verpasst, wenn die genutzte PHP Version zu alt ist. Dieses tolle automatisch als Extra Tarif hinzu gebuchte Etwas, muss man im Kundenlogin dann mühselig suchen und kündigen – selbst wenn man seine Webseite längst auf aktuellen Stand gebracht hat. Solchen Gangstermethoden sollte man aus dem Wege gehen…

  5. Htaccess , mod_rewrite

    Zugriff auf die .htaccess Datei ist wichtig. WordPress macht darin wichtige Einstellungen. Auch für die Lesbarkeit der Seite durch google ist mod_rewrite notwendig.

  6. Software Installations Tool

    Nicht zwingend notwendig, aber EXTREM Praktisch, ist ein Software Install Tool beim Webhoster. Dieses ermöglicht das Installieren vieler Scripte (wie WordPress) mit 2-3 Mausklicks.  Sie müssen also die Software nicht mehr bei WordPress herunter landen. Und Sie müssen die Software nicht mehr per FTP hochladen. Und sie sparen sich die ganzen Config Angaben, dass Anlegen der Datenbank etc. Einfach 2-3 Mausklicks und fertig!

  7. Backup

    Für CMS Software wie auch WordPress, stehen regelmäßig Updates und Sicherheitsupdates zur Verfügung, auch für die meisten Plugins sind diese Updates SEHR wichtig, damit die Webseite nicht infiziert wird.
    Jeder Fachmann und auch die Software selbst – rät vor jedem Update ein Backup zu erstellen. Denn auch ein noch so einfaches update “per Mausklick” kann schief gehen. Haben Sie dann kein Backup von FTP und Datenbank – sind sie auf Ihren Webhoster angewiesen, um Ihre Webseite nicht zu verlieren.
    Klasse ist natürlich, wenn Ihr Webhoster zu diesem Zweck Backups erstellt und diese (nicht gegen dickes Geld) zur Verfügung stellt. Klären Sie also vor der Wahl des Webhosting Providers, ob Backups zur Verfügung stehen.

  8. SSL Zertifikate

    Google hat sich auf die Fahne geschrieben, alle Webseiten die kein SSL Zertifikat (https) Daten übertragen (z.B. durch Kommentar Funktionen oder auch über ein Kontakt Formular) aus dem google Index zu verbannen, die Seiten werden schon heute stetig schlechter gefunden.  Ein SSL Zertifikat kann sehr viel Geld kosten. Viele Webhoster bieten das erste Zertifikat noch günstig an, jedes weitere wird dann sehr teuer.  Wenn man mehr wie 1 Domain hat, z.B. auch noch Adressen wie blog.domain.xy oder shop.domain.xy … dann kann es sehr schnell, einige Hundert Euro im Jahr kosten. Es gibt genug Webhoster, die kostenlose SSL Zertifikate für ALLE Domains anbieten.

  9. SSD (Speed) Hosting

    Google bewertet auch die Geschwindigkeit von Webseiten. Ok, da muss man natürlich hinterfragen, ob WordPress und vor allem moderne Templates, dann die richtige Wahl ist. Aber vieles lässt sich da optimieren.
    Letztlich kommt es aber auch auf die Geschwindigkeit des Servers an. Hier gibt es unterschiedliche Webhoster Tarife, denn es sind sehr unterschiedliche Hardware Kosten für den Provider. Lassen Sie sich aber nicht täuschen. Einfach nur die Datenbanken oder nur den Cache auf SSD Platten, machen den Kohl nicht fett. Achten Sie bei Speed Angeboten darauf, dass der gesamte Account inkl Postfächer, FTP Daten, MySQL Datenbanken auf schnellen SSD Platten liegt.

  10. Der Preis.

    Man bekommt NIE mehr als man bezahlt, warum sollte einem irgend wer etwas schenken wollen?
    Wer kauft schon seine Hochzeitsreise wirklich im Penny Markt? Und wenn sich hochkarätiger Besuch angekündigt hat, wer kauft dann den Anzug von der Wühltheke bei Lidl?
    Webhosting Pakete werden sozusagen auf Computern im Rechenzentrum gespeichert. Und wenn man 200G Speicherplatz mietet… verlangt man auch noch 2-3-4 Backups davon…also fast eine Festplatte für sich alleine.
    Sie wollen den Webhoster anrufen und kompetente Beratung und Hilfe per Telefon und E-Mail – also keine ungelernten, genervten Mindestlohn Arbeiter, oder schlimmeres aus Call-Centern im Ausland?  Richtig. Das alles kostet Geld. Wenn der Tarif zu “billig” ist, wird auch die Leistung “billig” sein, ganz einfach. Dann wird am Personal gespart, an der Hardware oder der Leistung. Oder man bekommt die Kündigung wenn man Zuviel Arbeit macht und damit  nicht wirtschaftlich ist.
    Für private Projekte, mag das billigste ja gut genug sein. Aber wenn es eine ernst zu nehmende Firmen Webseite sein soll – wählen sie ein faires Webhosting Angebot und nicht die Grabbelkiste.

 

Also Zusammenfassend:

  • Für wichtige Projekte einen langfristigen Partner (webhoster) wählen
  • Server Standort Deutschland ist wichtig
  • Genug Speicherplatz, auch für große Postfächer
  • PHP / MYSQL zwingend erforderlich
  • .htaccess und mod_rewrite muss zur Verfügung stehen
  • Ein Software Install-Tool spart viel Zeit
  • Backups sind wichtig, schön wenn man die nicht ewig selbst machen muss
  • SSL Zertifikate, möglichst nicht nur 1 Lockangebot.
  • Schnelle Server, Speed Tarife
  • Der Preis ist heiß – aber man bekommt immer nur so viel, wie man bezahlt.

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