Verbraucherzentrale NRW mahnt Telekom wegen Drosselung ab

Posted by GSL-Team - 7. Mai 2013 - News, WebWirtschaft - 3 Comments

Die Telekom darf die Übertragungsraten ihrer Flatrate-Verträge nach Ansicht der Verbraucherschützer nicht so drosseln, dass eine “zeitgemäße Nutzung des Internets unmöglich wird“. Deshalb mahnten sie den rosa Riesen jetzt ab und wollen wenn nötig gegen die neuen Vertragsbedingungen klagen.

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat jetzt die Deutsche Telekom per  Abmahnung aufgefordert, die seit dem Monatsbeginn geltenden Klauseln zur Drosselung wieder aus ihren DSL-Verträgen herauszunehmen.

Eine solche Einschränkung der Surfgeschwindigkeit sei bei einem Flatrate-Vertrag auf keinen Fall zulässig, gaben die Verbraucherschützer heute in einer Pressemitteilung bekannt.

“Die Anbieter übertreffen sich in der Werbung für Internettarife seit jeher mit Flatrate- und Geschwindigkeitsversprechen”, sagen dort die Verbraucherschützer. Aber die Telekom nehme “über das Kleingedruckte” den Nutzern jede Möglichkeit “zum diskriminierungsfreien Zugang zu allen Diensten.”

“Die verbleibende Übertragungsrate von 384 KBit/s macht eine zeitgemäße Nutzung des Internets unmöglich. Während die Geduld der Kunden bereits beim Aufruf von Internetseiten oder dem Versenden von E-Mails oder Dateien auf eine harte Geduldsprobe gestellt wird, sind manche Onlinedienste praktisch nicht mehr nutzbar. So dürfte ein unterbrechungsfreies Anschauen von Internetvideos regelmäßig scheitern und auch das Musikhören oder Telefonieren via Internet nicht mehr ohne Qualitätseinbußen möglich sein. Greifen wie üblich mehrere Anwendungen des Endgeräts gleichzeitig auf das Internet zu oder nutzen gar mehrere Endgeräte gleichzeitig den Internetanschluss, droht die Verbindung an der Drosselung zu ersticken”, erklären die Verbraucherschützer weiter in ihrer Pressemitteilung.

 

3 comments

  • Gert Christiansen (1 comments) sagt:

    Hallo,
    ich habe der Telekom schon mitgeteilt, dass ich zu einem anderen Anbieter wechseln werde.
    Gruss
    Gert Christiansen

    • GSL-Team (29 comments) sagt:

      Das ist aus Solidarität zu Leuten, die keine andere Möglichkeit haben, eine gute Idee. Sie sollten sich aber in der Sache keine großen Hoffnungen machen und aufpassen, wohin Sie wechseln. Von 1&1 und O2 ist schon bekannt geworden, dass die schon Drosselungsklauseln in ihren DSL-Verträgen haben. 🙁 Und wenn die Telekom sich damit durchsetzen kann, werden die anderen Raubritter an den virtuellen Wegen ganz sicher nachziehen…

  • Rieke (151 comments) sagt:

    All jene Anbieter, welche die Leitungen der Telekom nutzen und keine eigenen Leitungen in die Erde gebuddelt haben – können ohnehin nicht anders als mit machen.
    Da sie schlecht die Mehrkosten die sie dann an die Telekom zahlen müssen, für ihre Kunden übernehmen können – das hat wenig mit Raubrittern zu tun, sondern mit Einkaufs- und Verkaufspreis/Bedingung… .

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