Richtiges Hosting um eine WordPress Webseite zu erstellen

Posted by Rieke - 23. September 2018 - News - No Comments

Wo die WordPress Webseite hosten.

Steht es fest das die Webseitenerstellung mit WordPress umgesetzt werden soll, dann stehen bestimmte Ansprüche an das Webhosting / den Webhoster bzw den Hosting Tarif bereits fest.

PHP & MySQL Datenbank

WordPress braucht PHP und eine Datenbank. Dies muss nicht die absolut allerneuste (und damit vielleicht noch Fehleranfällige) Version sein, aber es sollte recht aktuell sein.

Billiganbieter

WordPress ist Leistungshungrig, es verschlingt Performance, welche Billig-Anbieter oft nicht leisten können. Damit der Aufruf der Webseite später nicht zur Geduldsprobe wird: Finger Weg von Billig Angeboten. In der Regel sind die Server zu schwach oder eben mit zu vielen Kunden überlastet, es muss an allen Ecken gespart werden – am Ende an Hardware UND Personal = Support.

Unlimited Speicherplatz – aber Dateilimit?

Ja, ihr habt richtig gelesen. Dateilimit. Einer der größten Provider Deutschlands, bietet Hosting Pakete mit “unlimited Speicherplatz” an. Im ganzen Angebot konnte ich keine Antwort auf die Frage eines Kunden finden… erst in den Tiefen der FAQ wurde ich fündig- dort gibt es ein Dateilimit. Ein Limit für die Anzahl der Dateien die man hochladen darf. Jetzt klingt die Zahl 300.000 Dateien erst einmal recht groß. Aber ein CMS besteht komplett leer bereits eben aus etlichen Tausend Dateien.
Und jedes Bild welches man in ein mit Addon befülltes WP hoch läd, wird in der Regel gleich in 6 – 10 Versionen hoch geladen, damit man es überall benutzen kann. Ja und ab und an macht es Sinn, sich auch eine Demo Installation für Testzwecke zu installieren. Blöd wenn man damit über die Grenze der erlaubten Dateimenge kommt und plötzlich Updates nicht mehr funktionieren.
Also: In einem “unlimited Speicherplatz” Angebot heimlich die Anzahl der Dateien zu begrenzen : Geht gar nicht! Bei einem solchen Webhoster würde ich kein CMS hosten.

Backups

Es kann immer mal etwas schief gehen. Ein klick auch den Update Button eines Plugins ist schnell gemacht, ein WordPress Update macht selten Probleme. Doch wenn – dann kann die Webseite ohne ein Backup verloren sein.
Ein vollständiges Backup zu machen und herunter zu laden, kostet Zeit – dies möchte man natürlich nicht unbedingt oft oder für jede Kleinigkeit machen. Also sollte man vorher die Backup Möglichkeiten des Providers prüfen.
Ruft man den Provider an oder schreibt eine Mail – ist ein Backup von Datenbank und FTP vorhanden? Und bekommt man ein solches Backup zeitnah und kostengünstig?
Ja – es gibt tatsächlich einen Provider der (oberflächlich) qualitativ hochwertig wirkt und dabei günstig erscheinen möchte. Im Kundenbereich kann man per Mausklick insgesamt 2 Speicherpunkte setzen … also 2 Backups machen (wenn man zum richtigen Zeitpunkt daran denkt) – was man natürlich nicht jedes Mal durchführt, bevor man einen verhängnisvollen Klick in WordPress macht.
Braucht man ein aktuelleres Backup – sind diese durchaus vorhanden, es wird scheinbar doch täglich gesichert, auch ohne Klick … doch möchte man ein Backup eingespielt haben – kostet dies 50 Euro für EIN Backup!
Also: Lieber vorher fragen, welche Backup Möglichkeiten der Webhosting Provider bietet und ob es bei den Hosting Tarifen Unterschiede beim Backup gibt – und was es kostet.

Technik

Etwa 30 % aller Webseiten die es gibt laufen heute schon mit WordPress. Es sollte also gerade in Deutschland keinen Hosting Provider mehr geben, auf dessen Servern WordPress technisch nicht läuft – das kann sich ein Webhoster nicht mehr leisten.
Natürlich müssen Sie einen Tarif mit PHP & MySQL wählen und auch mod_rewrite sollte zur Verfügung stehen.

Komfort

Da trennt sich die Spreu vom Weizen. Es sollte ein Software Install Tool im Kundenlogin des Webhosters vorhanden sein. Damit sparen sie sich (im besten Fall) die Arbeit die WordPress Software herunter zu laden, in ihren FTP hoch zu laden, die Datenbank selbst einzurichten und die ganzen technischen Angaben zur Installation der Software selbst einzugeben.
Damit Sie aber auch mal eine zweite Installation für ein zweites Projekt oder zum testen installieren können, ohne das sie sich ihre aktive Webseite gefährden – sollten Sie Ihren Webspace Account wie einen Kuchen in Stücke schneiden können. Also sozusagen Unteraccounts anlegen können, die aber NICHT im gleichen FTP, sondern getrennt liegen.
Auch das verschieben der Domain von einem der Accounts auf einen anderen, ist eine komfortable Lösung um eine Domain auf eine neu erstellte Webseite zu verschieben, ohne Postfächer dabei zu löschen oder gefährden, ohne Daten löschen oder überschreiben zu müssen.
Achten Sie daher auf ein ausreichend komfortables Backend Ihres Providers – das spart Zeit und Nerven.

Geschwindigkeit

Wie mittlerweile fast jeder mitbekommen hat, bewertet google auch die Geschwindigkeit einer Webseite – dem passt sich auch die Werbung und die Angebote der Hosting Provider an.
Wenn Sie privat mit Computern zu tun haben wissen Sie, das SSD Festplatten eine Menge Vorteile bieten, vor allem sind sie schneller.
Wenn Sie nun ein Hosting Angebot mit SSD wählen, sollten Sie aber darauf achten, das ALLES (Außer Backups) auf SSD Platten liegt. Wenn nur die Datenbank auf SSD liegt, lahmt der Server bei zu viel E-Mail Verkehr. Liegen nur die FTP Daten auf SSD , lahnt eventuell das Betriebsystem des Servers. Also – wenn SSD – dann wählen Sie einen Webhoster mit 100% SSD hosting!
ABER: Nicht immer ist ihr Webhosting Provider für eine langsame Webseite verantwortlich. WordPress wird häufig durch viele zusätzliche Java Scripte, Addons, große Bilder und eine Masse an gleichzeitigen Datei- und Datenbankabfragen langsam. Hier hilft nur das optimieren der Webseite.

Massenhoster oder Hobby-Reseller?

Die Zeiten der Servicewüste Deutschland im Bereich Hosting sind vorbei. Servicewüsten wie in den Jahren 1995 – 2005, wo Hoster mal eben 1 Woche am Stück ausgefallen sind – oder verzweifelte Kunden eines Hosters (Strato) sich verzweifelt zusammen tun und einen “Kundenbeirat” gründen – sollten Geschichte sein.
Dennoch muss man sich für sein Projekt überlegen, welche Art von Hosting Support man möchte. Den Massenhoster mit 15 Minuten Birnen-Bananen-Auswahlmenü und Musikalischer Warteschleife? Das Call-Center im Ausland mit brüchigen Deutschkenntnissen? Jedes Mal einen anderen Ansprechpartner und selten kompetente Antworten?
Oder das andere Extrem, vom Hobby Reseller der nur Abends ab 20 Uhr auf E-Mails antwortet, weil er das ganze nebenberuflich vom Schreibtisch im Wohnzimmer macht?

Auch hierbei sollten Sie den Preis hinterfragen. Wenn ihr Monatsbeitrag gerade so die Kosten für Domains und Hardware decken – wie viel Geld ist dann für kompetentes, erreichbares Support Personal da? Was sollte ein Support Mitarbeiter der bemüht um die anrufenden Kunden ist, verdienen? Die Frage ob Massenhoster oder Hobby-Reseller ist gemein. Aber wie bei fast Allem, liegt die Lösung wohl eher in der Mitte – diese zu finden, ist am Ende Ihre Aufgabe.

No comments

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Kommentarlinks könnten nofollow frei sein.