Nichtrauchertag: BSI fabuliert über Malware in E-Zigaretten

Posted by GSL-Team - 30. Mai 2016 - News, Sicherheit - No Comments

Die aktuellste Warnung des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ausgerechnet zum Welt-Nichtrauchertag am morgigen 31. Mai klingt ziemlich an den Haaren herbeigezogen: E-Zigaretten gefährden angeblich die Gesundheit Ihres Rechners – wenn deren Akkus über einen USB-Anschluß aufgeladen werden.

Technische Basis dafür fehlt völlig

Dabei es geht um Computerviren, die theoretisch beim Einstecken der Elektro-Zigarette in eine fremde USB-Buchse auf das Rauchwerkzeug gespielt werden könnten.

Das setzt allerdings notwendigerweise voraus, daß ein normalerweise völlig unnötiger geeigneter Speicherchip in der E-Zigarette stecken und auch mehr als 2 Kabeladern durchkontaktiert sein müssten – und das ist bei solchen Kleinprodukten, die ja normalerweise bis auf den letzten Cent wirtschaftlich durchoptimiert sind, kaum vorstellbar.

Panikmache des BSI zum Nichtrauchertag

Hier wollte das BSI vermutlich zum Nichtrauchertag etwas für die Volksgesundheit tun – ein Schuß, der schnell nach hinten losgehen kann.

Daß solche „Warnungen“ nicht wirklich hilfreich, sondern eher geeignet sind, auch wirklich angebrachte Warnungen der Behörde beim Bürger in Mißkredit zu bringen, scheint hier doch die wirkliche Gefahr des Szenarios zu sein.

Insbesondere für Behörden gilt gerade in Sicherheitsfragen: Erst denken, dann handeln!

Bild: 3G-E-Zigarette, CFCF, CC BY-SA 4.0

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