Neue Regelungen beim Warenversand ins Ausland per Brief

Posted by GSL-Team - 13. Januar 2019 - News, WebWirtschaft - No Comments

Mit dem neuen Jahr wollten die Paketdienste ihre Preise erhöhen, um die Arbeitsbedingungen für die Zusteller verbessern zu können. So wurde es schon Wochen vor Weihnachten berichtet, und am Neujahrstag wurde es auch Realität. Als Folge davon kostet beispielsweise ein Paket bei DHL seit dem 1.1.2019 statt 6,99 € jetzt 7,49 €.

Warenversand per Brief ins Ausland verboten

Zum 1.1.2019 gab es aber noch eine weitere Neuregelung beim Briefversand, die gerade kleinere Onlinehändler hart treffen kann: Seit Jahresbeginn dürfen in Briefen keine Waren mehr ins Ausland versandt werden – in Briefen dürfen nur noch Dokumente verschickt werden. Das abgebildete Warnschild findet sich auf dem Server der Post auf jeder relevanten Seite.

Eingebrockt soll uns das laut Kundeninfo in den Internetseiten der Post ein sogenannter „Weltpostverein“ haben, der angeblich die Trennung von Dokumenten- und Warenversand angeordnet hat.

Versand als Päckchen oder Paket mit DHL extrem teuer

Und der Versand kleiner Waren in einem unversicherten und ungetrackten Päckchen zum Beispiel in die Schweiz kostet deshalb bei der Post (DHL) statt der bisherigen 8,20 Euro jetzt 16 Euro.

Wer solche Waren wegen ihres Wertes versichern muss, ist dann mit einem DHL-Paket für lockere 29,99 € dabei – der Preis für den Versand ist schnell teurer als die Ware selbst. Das gilt allerdings auch beispielsweise für den alternativen Paketdienst „Hermes“.

Die neue Alternative „Warenpost international“ hat Fallstricke

Die Post bietet deshalb als Alternative für den weltweiten Warenversand jetzt neu den Dienst „Warenpost international“ an, mit dem beispielsweise ein Paket bis 500 Gramm Gewicht ungetrackt 3,70 € und getrackt 5,95 € kosten – egal ob nach Österreich (EU) oder in Länder außerhalb der EU wie die Schweiz.

Im Grunde ein akzeptabler Preis, allerdings mir mehr oder weniger angenehmen Bedingungen: Man kann eine solche Warensendung nicht einfach anonym aufgeben, um den Dienst nutzen zu können, muss man angemeldeter Teilnehmer werden – und alle Daten der Sendungen online eingeben.

Grundsätzlich können auch nur deutsche Firmen teilnehmen – Firmen aus dem Ausland wie die beliebte englische Ltd. können sich nicht anmelden.

Leider gibt es auch ein Problem mit der Versicherung, denn bei Verlust wird nur mit 20 € gehaftet.

Für Betreiber von Onlineshops, die Ihre Waren bisher als Briefe versandt haben, wird es Zeit, umzustellen. Ansonsten könnten die ersten Sendungen schon bald wieder zurückkommen…

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