Mozilla: Mit weniger Nutzern mehr Geld verdient

Posted by GSL-Team - 30. November 2018 - Browser, News, Suchmaschinen, WebWirtschaft - No Comments

Es ist jetzt ein Jahr her, dass “größte Update aller Zeiten“, Quantum, für den Browser Firefox erschien.

Trotz des Quantum-Updates sind die Nutzerzahlen nach Angaben des Herstellers, der Mozilla-Stiftung, seitdem weiter zurückgegangen: Der jetzt erschienene Jahresbericht der Stiftung zeigt, dass die Anzahl der monatlich aktiven Nutzer Im Vergleich zum Vorjahr von 300 Millionen auf 277 Millionen sank.

Allerdings  findet sich in dem aktuellen Jahresbericht auch die gute Nachricht, dass die Stiftung ihren Umsatz 2017 um 8 Prozent auf 562 Millionen US-Dollar steigern konnte.

Geld machen mit Google

Den Später-lesen-Dienst Pocket, hatte sich Mozilla im Februar 2017 als erste “strategische Übernahme”, und der spülte Einnahmen in Höhe von 3 Millionen US-Dollar in die Kasse.

Das meiste Geld, nämlich satte 542 Millionen Dollar, machte Mozilla mit Google und anderen Suchmaschinen, mit denen die Stiftung Partnerschaften geschlossen hat.

In vielen Staaten der Welt ist Google in Firefox als Suchmaschine voreingestellt. In China ist das aber inzwischen Baidu. “Wir erzeugen einen beträchtlichen Umsatz außerhalb der USA”erklärte Mozilla-COO Denelle Dixon gegenüber dem Magazin CNet. Mozillas Partnerschaft mit Yahoo ist allerdings inzwischen Geschichte: Yahoo und Mozilla liefern sich seit Ende 2017 einen Rechtstreit, nachdem die Mozilla-Stiftung den entsprechenden Vertrag mit Yahoo für die voreingestellte Suchmaschine in den USA gekündigt hatte.

Mehr Einnahmen – aber auch mehr Ausgaben

Mozillas Einnahmen sind gestiegen, die Ausgaben allerdings auch. Im Vergleich zum Vorjahr gab die Mozilla-Stiftung insgesamt 422 Millionen Dollar aus – im Jahr 2016 reichten noch 361 Millionen Dollar. Das ist ein Steigerung der Ausgaben von knapp 17 Prozent.

Hohe Kosten verschlang mit knapp 253 Millionen vor allem die Software-Entwicklung. Im Jahr 2016 reichten dafür noch 226 Millionen Dollar.

Das auf das große Quantum-Update zugeschnittene Marketing ließ sich Mozilla 66 Millionen Dollar kosten. Die Mozilla-Chefin Mitchel Baker war mit 2,3 Millionen Dollar dabei.

Das Nettovermögen der Mozilla-Stiftung wuchs im Berichtszeitraum deutlich von 426 Millionen auf 514 Millionen US-Dollar an.

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