Messenger „Signal“ für EU-Abgeordnete verboten

Posted by GSL-Team - 7. Oktober 2019 - Magazin, News, Sicherheit - No Comments

Den Abgeordneten des EU-Parlaments hat die IT-Abteilung untersagt, die Desktop-App des Messengers Signal zu benutzen. Eine diesbezügliche Bitte der Linksfraktion wurde abgelehnt und empfohlen, stattdessen WhatsApp zu benutzen.

Ursache: Fehlende Sicherheitszulassung

Als Grund für das Verbot gilt nach Angaben von netzpolitik.org die unklare Sicherheitslage. “Signal ist keine Standardsoftware im Europäischen Parlament und kann nicht installiert werden, ohne dass es vom Sicherheitsdienst und dem Standardkonfigurationsteam getestet und zugelassen wird.” WhatsApp werde deshalb als Ersatz empfohlen, weil dieser Messenger auch eine Ende-zu-Ende-verschlüsselte Kommunikation erlaubt.

Beide Messenger zeigten Sicherheitslücken

Allerdings weisen beide Messenger Schwachstellen auf. So fließen bei WhatsApp trotz Ende-zu-Ende-Verschlüsselung Metadaten wie beispielsweise Standort, Rufnummer und Profilfotos sowie Informationen zu anderen Nutzern aus dem Adressbuch zum Mutterkonzern Facebook.

Eine erst heute entdeckte Sicherheitslücke erlaubte den Fernzugriff über manipulierte Bilddateien. Ein andere Lücke ist bei Signal für Android aufgetaucht: Dieser Messenger konnte selbsttätig Anrufe entgegennehmen.

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