Kurz erklärt: Skype Classic trotz Zwangsupdate

Posted by GSL-Team - 3. Februar 2019 - Kurz erklärt, News, WebWirtschaft - No Comments

Ein Trauerspiel für Skype-Fans

Für die Benutzer des Skype-Classic-Messengers (Version 7.41), die nicht auf die UWP-Version 8.38.0.138 umsteigen wollen, hatte Microsoft nach einer bisher eingeräumten „Gnadenfrist“ jetzt die Latte wieder höher gelegt.

Denn inzwischen hat Microsoft offenbar damit angefangen, Skype-Classic-Nutzern die Möglichkeit zu rauben, sich anzumelden.. Auf der Skype-Homepage ist Skype Classic jetzt auch nicht mehr verfügbar. Deshalb möchten wir hier kurz erklären, wie man Skype Classic doch noch in Funktion bekommen kann:

Microsoft hat Skype Classic 7.41 gut versteckt…

Auf der Skype-Homepage lässt sich auf den ersten Blick nur noch die Version 8 herunterladen – letztlich eine UWP-Anwendung. Benutzer von Windows 10 greifen ja sowieso schon auf diese UWP-Version zu.

Doch auf dem Server von Skype findet sich die Classic-Variante durchaus noch, wenn auch versteckt unter der URL go.skype.com/classic.skype. Es handelt sich um die letzte Version 7.41. Leider bringt das aber auch nichts, denn nach der Installation von Skype 7.41 folgt direkt ein Zwangsupdate.

… und erzwingt nach dessen Installation umgehend ein Update

Nach Tests von Bleeping Computer zwingt diese Version die Nutzer nämlich, die Software sofort zu aktualisieren oder das Programm direkt wieder zu beenden. Das Anmelden bei dem Messenger-Dienst gestattet Microsoft seinen Kunden mit Skype 7.41 also definitiv nicht mehr.

Wie Skype Classic trotzdem noch funktioniert

Dabei hat Bleeping Computer aber auch herausgefunden, dass die Funktion des Zwangsupdates ein erst gerade neu hinzugefügter Teil der Version 7.41 ist. Wer also noch die Version 7.36 installiert hat oder aber die Setup-Datei in seinem Download-Ordner noch nicht gelöscht hat, kann diese Version installieren und bekommt dann den Bildschirm mit dem Zwangs- Update nicht mehr vorgesetzt.

Allerdings kann man diese Version nicht mehr bei Microsoft downloaden. Wer dafür eine andere Quelle findet, beispielsweise ein vertrauenswürdiges Download-Portal, sollte laut Bleeping Computer aber unbedingt den Hash-Wert überprüfen, der mit 0ec4d8991728ded1107598c789f0ec89 angegeben wird.

Das sollte man aus Sicherheitsgründen auch wirklich tun, schließlich könnten Betrüger auf den Gedanken kommen, unter dem Namen Skype Classic Schadsoftware in Umlauf zu bringen…

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