Eurojust beendet illegales Sky-TV-Streaming

Posted by GSL-Team - 19. September 2019 - News - No Comments

Die nur im Pay-TV bei Sky übertragenen Spiele der Champions-League nutzten Ermittler aus mehreren europäischen Ländern, um in einer europaweiten Aktion gegen das illegale Streamen vorzugehen.

Hier in Deutschland ging es dabei im wesentlichen um die unerlaubte Bereitstellung von Sendungen des Pay-TV-Senders Sky.

200 Server stillgelegt

Dabei wurde eine internationale Bande ausgehoben und über 200 illegale Server in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden vom Netz genommen, teilte die europäische Justizbehörde Eurojust mit.

Über die jetzt stillgelegten Server konnten Inhalte aus dem Bezahlfernsehen illegal und für einen extrem  niedrigen Preis über das Internet angeschaut werden. Natürlich bekamen die Inhaber der Senderechte von dem Geld nichts ab.

Über 6 Millionen Euro Schaden

Eurojust erläuterte, der Vorfall zeige, “dass das organisierte Verbrechen seine illegalen Aktivitäten auf groß angelegte Verletzungen des audiovisuellen Copyrights ausdehnt”. Nach Schätzung der Ermittler liegt der Schaden für die legalen Anbieter bei ca. 6,5 Millionen Euro. Ermittler in Italien waren bei der Aktion federführend.

In ganz Europa waren Deutschland, Bulgarien, Griechenland, Frankreich und die Niederlande sowie Eurojust beteiligt. In Deutschland waren die Frankfurter Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität, die hessische Landespolizei und Ermittler in Wuppertal an dem Schlag gegen die TV-Piraterie beteiligt.

150 Paypal-Konten gesperrt

Bei den Durchsuchungen seien Computer, digitale Ausrüstungen und auch Dokumente sichergestellt worden und mehr als 150 Paypal-Konten der Gruppe wurden den Angaben nach blockiert.

22 Verdächtige sollen identifiziert worden sein. Gegen sie werde jetzt wegen Betrug, Cybercrime und Geldwäsche ermittelt. Die Bande war den Angaben zufolge seit 2015 aktiv und hatte aktuell allein in Italien waren nach Angaben der Polizei fünf Millionen Nutzer Kunden des illegalen Streaming-Netzwerks.

Bild: EuroJust

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