Der Hit bei den Kids: Die Video-App TikTok

Posted by GSL-Team - 29. Dezember 2019 - Magazin, News, WebWirtschaft - 3 Comments

Bei den ganz jungen Smartphone-Nutzern ist die Video-App TikTok total angesagt. Das Programm gibt es kostenlos für Smartphones mit Googles Android und auch für Apples iOS.

Es hatte mich ja schon etwas irritiert, dass meine 11jährige Enkelin Juliana bei einem ihrer letzten Besuche merkwürdige Verrenkungen vor dem Smartphone machte – nach der Befreiung der Haare vom Haarband inklusive Bewegungen, die ich eigentlich eher vom Headbanging bei Heavy-Metal-Konzerte wie Wacken kenne.

Das Ziel der Akrobatik: TikTok-Clips

Mit der Zeit kam ich dann endlich dahinter, dass sie diese „Moves“ als Grundlage für ein mit den geilen Special Effects von TikTok nachzubearbeitendes Video nutzen wollte. Die aufgenommenen Clips können zum Beispiel mit anderen Geschwindigkeiten ablaufen, und die lippensynchrone Einbindung von Musik erinnert daran, dass TikTok letztlich auch aus einer Karaoke-App entstanden ist.

Aber nicht nur die Jüngsten fahren komplett auf TikTok ab, sonst wäre es kaum möglich, dass die Video-App im Februar dieses Jahres schon eine Milliarde mal downgeloadet wurde. Die App stammt aus China, wo man sie als Douyin kennt.

Die Konkurrenz wurde schon aufmerksam

Konkurrent Instagram hat das inzwischen auch erkannt und testet aktuell neue Videoschnitt-Werkzeuge, die bekannte TikTok-Funktionen einfach kopieren, was bekanntlich bei den Big Players gang und gäbe ist. Um es mit Mozart zu sagen: Cosi fan tutte (So machen es alle)!

Die Instagram-Variante Reels gibt es innerhalb der Haupt-App für Android und iOS – zunächst aber nur in Brasilien (unter dem Namen Cenas). Die weltweite Veröffentlichung dürfte stark vom Erfolg in Brasilien abhängen.

Zum Schluss noch eine Warnung an andere Omas und Opas: Nachdem mich Juliana am nächsten Tag wieder verlassen hatte, fand ich auf meinem Smartphone eine neue App. Raten Sie mal, welche…

3 comments

  • Sam (2 comments) sagt:

    Und, wozu ist die App nun zu gebrauchen??
    Beschäftigungstherapie für Kindergartenkinder?

    • GSL-Team (32 comments) sagt:

      Hauptsächlich zur Selbstdarstellung – das Teil ist schließlich aus einer Karaoke-App entstanden. Mit dem Programm gute Clips zu erzeugen, verbessert auch deutlich die Fähigkeiten der Kids sowohl im Umgang mit dem Smartphone als auch kümstlerisch. Es handelt sich auch nicht um Kindergartenkinder, die TikTok nutzen, die wären deutlich überfordert – probieren Sie es einmal selbst. Die App darf laut Hersteller erst ab 13 Jahren genutzt werden.

      Genausogut könnte man aber auch fragen, wofür Schnittblumen in einer Wohnung gut sein sollen…

  • Karl (4 comments) sagt:

    Ein Typischer Fall von “Der Weg ist das Ziel!”? 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Kommentarlinks könnten nofollow frei sein.