Das Geschäftsmodell Botnetz

Posted by GSL-Team - 19. Juni 2018 - Magazin, News, WebWirtschaft - No Comments

Bis zu 20 Millionen Dollar kann ein Botnetz für den Betreiber abwerfen – Grund genug, sich einmal Gedanken über ein Botnetz als Geschäftsmodell zu machen. Das dachten zumindest niederländische Forscher, die jetzt die Möglichkeiten in einer Studie analysiert haben.

Der Profit kann bis zu 20 Millionen Dollar erreichen

Dabei kam heraus, daß sich mit einem Botnetz aus 30.000 fremden Rechnern, die gezielt für Klick-Betrug eingesetzt werden, jeden Monat Einnahmen von über als 20 Millionen Dollar erzielen lassen.

Klick-Betrug ist nach der aktuellen Studie die lukrativste Aktivität, während die bei den Opfern gefürchteten Denial-of-Service-Angriffe manchmal mehr kosten, als sie einbringen.

Auch die Anlaufkosten liegen im Bereich von Millionen

Leider bringt die Einrichtung eines Botnetzes erst einmal ziemlich hohe Kosten mit sich. Allerdings kann man viele der benötigten Elemente von diversen Dienstleistern im Dark Web kaufen.

Für den Aufbau des Botnetzes gibt es dort beispielsweise Sonderangebote, die pro Installation auf einem fremden Rechner zwischen 2 und 10 Cents verlangen. So mancher Webhoster bietet dazu auch noch einen „kugelsicheren“ Service für die Datenspeicherung. Das bedeutet, dass dem Kunden dieser Hoster keine Fragen dazu gestellt werden. Die Kosten für ein Botnetz aus 10 Millionen PCs beziffern die niederländischen Forscher Kosten um 16 Millionen Dollar, kleinere Netze sind natürlich entsprechend günstiger zu haben.

Kreativität beim Finanzplan erforderlich

Wer die Kosten für seine neue Einkommensquelle allerdings als Kredit bei seiner Hausbank beantragen muss (Es hat ja nicht jeder 16 Millionen Investitionsreserve), muss bei dem dann in aller Regel für die Bank fälligen Finanzplan für die ersten fünf Jahre des neuen Geschäftes besser kreativ sein, um den Kredit zu bekommen.

Lügen braucht man dafür ja nicht, denn grundsätzlich ist die Vermietung von Rechenleistung nicht verboten, und auch Einnahmen von Werbenetzwerken sind nicht per se illegal…

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