Bitcoin-Kursrutsch durch Regulierungsversuche

Posted by GSL-Team - 17. Januar 2018 - News, Sicherheit, WebWirtschaft - No Comments

Nach dem gestrigen Einbruch des Bitcoin um fast ein Viertel von 14.000 auf 11.000 Dollar müsste die Frage, ob sich der Einstieg in den Bitcoin noch lohnt,  ja auf den ersten Blick mit einem klaren „Nein“ beantwortet werden – so ist es aber nicht wirklich.

Absturz als Reaktion auf Regulierungsversuche

Der Absturz des Bitcoin und auch anderer Kryprowährungen wie Ether und Ripple hatte hauptsächlich mit den Versuchen der Staaten China und Südkorea zu tun, das Kryptogeld zu regulieren. Als Grund wird dabei der angeblich zu hohe Stromverbrauchs beim Mining angeführt, aber Energieverschwendung hat doch Politiker und Banker noch nie gestört, solange man nur mit Kohle Kohle machen kann…

Hinzu kamen noch Befürchtungen, dass auch weitere Länder wie China und Südkorea vorgehen könnten. Gerüchte über ein Verbot der Chinesen von Onlinediensten und Smartphone-Apps, mit denen auf ausländische Handelsplattformen zugegriffen werden kann, taten dann auch noch das ihre dazu.

Auch für deutsche Politiker und Banker ist eine Währung, die sie nicht kontrollieren können, offensichtlich ein Dorn im Auge. Gerade erst gestern hatte der Bundesbankvorstand Joachim Wuermeling Schritte zur Regulierung des Bitcoin nur noch als Frage der Zeit bezeichnet.

Bitcoin – so sicher oder unsicher wie Aktien

Genau dieselbe Zockerei, die man seit gut einem Jahr beim Bitcoin sieht und die den Kurs der Kryptowährung um mehr als satte 1.900 Prozent! von 1.000 auf 20.000 Dollar getrieben hatte, findet schließlich auch schon lange bei den stinknormalen Aktien statt. Der deutsche Leitindex DAX steht deshalb ja auch heute bei 13.200 Zählern – dabei sind die dahinter stehenden Unternehmen doch keine 3.000 wert.

Im Grunde ist es doch nur das von EZB-Chef Mario Draghi seit Jahren ausgeschüttete Billiggeld, das man in Negativzins-Zeiten nirgendwo anders gewinnbringend anlegen kann, als an der Börse – selbst wenn der Wert der Unternehmen hinter den Aktien nur einen Bruchteil des aktuellen Kurses ausmacht.

Es erinnert an das Märchen von des Kaisers neuen Kleidern: So lange alle dabei mitmachen, besteht keinrlei Gefahr für die Anleger. Und das gilt eben nicht nur für die Aktien, sondern auch für den Bitcoin und andere Kryptowährungen.

Zocken mit Calls und Puts

Wer aber doch von dem Kurssturz verunsichert ist, kann ja den Bitcoin inzwischen auch schon als Future (Put und Call) kaufen und auf diese Weise nicht nur mit steigenden, sondern auch mit fallenden Kursen Kohle machen. Allgemein gilt da natürlich der bekannte Satz, dass Prognosen immer schwierig sind, besonders, wenn sie die Zukunft betreffen…

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