Alexa wird schlanker und emotionaler

Posted by GSL-Team - 29. November 2019 - News, Sicherheit, WebWirtschaft - No Comments

Amazons Sprachassistentin Alexa kann inzwischen auch in deutlich schwächere Geräte integriert werden. Die Hersteller von Alexa-tauglichen Produkten können seitdem den Alexa Voice Service jetzt auch auf solchen Geräten installieren, die nur mickrige 1 MByte Arbeitsspeicher und auch nur einen schwachen Cortex-M-Chip haben.

Vorher waren für die Alexa-Integration in ein Gerät 100 MByte Arbeitsspeicher und ein leistungsfähigerer Cortex-A-Chip Voraussetzung.

Alles passiert in der  Cloud

Mit Alexa arbeitende Geräte müssen in Zukunft auch nur noch fähig sein, das Aufwachkommando (“Alexa!”) für die digitale Assistentin zu erkennen, wenn es ausgesprochen wird. Sämtliche anderen Operationen werden in Amazons Cloud ausgeführt. Damit können die Hersteller der Geräte ungefähr die Hälfte der Herstellungskosten für ihre Alexa-Produkte einsparen, lässt Amazon-Manager Dirk Didascalou TechCrunch wissen.

 Die digitale Lady unterscheidet dreistufige Pseudo-Emotionen

Dabei soll die Stimme aus dem Amazon-Rechenzentrum auch noch emotional werden: In den USA testet Amazon jetzt schon ein Feature, das Alexas Stimme emotional auflädt. Damit soll die Assistentin auf bestimmte Anfragen entweder freudig oder auch enttäuscht reagieren.

Als Beispiel nennt Amazon Sportergebnisse: Müsste Alexa zum Beispiel die Hiobsbotschaft von der Niederlage der Lieblingsmannschaft überbringen, sollte die Stimme ein wenig geknickt klingen.

Das erste Nutzerfeedback habe gezeigt, dass die Zufriedenheit mit der Assistentin durch die emotional eingefärbte Stimme ansteigt, schreibt Amazon in einem Blog-Eintrag. Dort kann man sich auch schon entsprechende Audio-Beispiele anhören. Leider  ist die emotionale Alexa-Aussprache für die deutsche Alexa-Stimme bisher noch nicht angekündigt worden.

Big Brother is Watching You!

Die Vision des Managers ist eher abenteuerlich und lässt an den Big Brother in Orwells Dystopie 1984 denken: Wenn immer mehr Geräte im Haus Alexa unterstützen, ist Amazons Sprachassistentin fast unbemerkt allgegenwärtig. “Das ermöglicht etwas, was wir ‘Umbegungsintelligenz’ und ‘Umgebungsrechenraum’ nennen”, sagte Didascalou. “Du sprichst einfach mit deiner Umwelt, und die Umwelt reagiert auf dich.”

Man sollte sich allerdings beim Einsatz von Tischlautsprechern klar machen, dass diese Geräte durch die Bank auch Tischspione sind! Mehrere Datenskandale des zu Ende gehenden Jahres machten klar, dass Amazon viel Privates mitschneidet. So ein Teil ins Schlafzimmer zu stellen, ist deshalb auch sicherlich nicht die beste Idee…

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