Zum Webmaster per Internet-Lehrgang?

Posted by GSL-Team - 10. Februar 2011 - Magazin - No Comments

Wenn man auf der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz ist, liegt der Gedanke recht nahe, sich durch einen Kurs weiterzubilden, um seine Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen. Leider halten aber die angebotenen Kurse nicht immer, was sie versprechen. Diese Erfahrung musste auch Frau M. machen, die sich per Fernkurs zum Webmaster ausbilden lassen wollte. Wir sprachen mit ihr über ihre Erfahrungen:

WWM: Frau M., Sie möchten mir über Ihre Erfahrungen mit dem aktuell von Ihnen belegten, vom Arbeitsamt geförderten Internet-Kurs berichten.  Worum geht es in dem Kurs und was sind die Ziele?

Frau M: Es geht um einen Webmaster-Kurs eines Unternehmens, das Lernen im Internet anbietet. Ich habe diesen Fernkurs belegt. Das Angebot habe ich im Internet gefunden und sicherheitshalber auch beim Arbeitsamt nachgefragt, ob der Kurs auch gefördert werden kann. Immerhin kostet das 984 €. Das Arbeitsamt hat mir bestätigt, dass der Kurs nach der AZVW (Anerkennungs- und Zulassungsverordnung Weiterbildung) von TQCert zertifiziert ist und gefördert wird.

WWM: Was hat Sie bewegt, gerade diesen Kurs zu belegen und inwieweit trifft der Kurs Ihre Erwartungen?

Frau M: Ich habe zum Jahreswechsel meinen Arbeitsplatz verloren. Da ich mich schon mit der Erstellung von Internetseiten beschäftigt habe, hielt ich es für eine gute Idee, meine Ausbildung hier zu verbessern und meine Kenntnisse zu erweitern. Besonders wichtig war mir, auch die heute ausschließlich gefragten CSS-Layouts statt veralteter Methoden mit Tabellen zu erlernen.

Leider wird in dem Kurs nur das veraltete Layout mit Tabellen durchgenommen. Auch andere Teile des Stoffes sind meiner meiner Meinung nach völlig veraltet, das geht von CGI zum Emailversand bis hin zu DHTML, was schon seit Jahren tot ist.

WWM: Das heißt also, dass Sie mit diesen Inhalten die gewünschte Verbesserung der Chancen auf dem Arbeitsmarkt kaum erreichen können?

Frau M: Das muss man leider so sagen. Ich schaue mir ja auch den Markt an. Wenn ich zum Beispiel durch die Arbeitsbörsen für Freelancer gehe oder mir Annoncen anschaue, finde ich immer wieder Formulierungen wie “keine Tabellen” und “nur CSS-Layout”, wer nicht mit DIV-Containern und CSS umgehen kann, hat doch heute keine Chance mehr als Ersteller von Webseiten.

WWM: Haben Sie darüber mit dem Kursanbieter gesprochen?

Frau M: Ja, ich habe deutlich gemacht, dass ich aktuelle Techniken lernen möchte, mit denen ich auch heute noch Geld verdienen kann und nicht diese veralteten Methoden. Der Anbieter hat sich auf den Standpunkt gestellt, dass man den Kurs “mal überarbeiten könnte”, dass ich ihn aber trotzdem so zu Ende zu bringen habe, wie er ist.

WWM: Haben Sie noch weitere Schritte unternommen?

Frau M: Ich habe dann mit dem Arbeitsamt gesprochen und die entstandene Situation geschildert. Das Arbeitsamt hat mir jetzt freigestellt, den Kurs abzubrechen und will auch einen anderen Kurs, der aktuellere Lerninhalte hat, fördern.

WWM: Dann drücken wir die Daumen, dass der neue Kurs Ihre Erwartungen und vor allem die des Marktes erfüllt. Danke für das offene Gespräch!Facebook Like

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