Wer google für gefährlich hält, sollte Apple besser im Auge behalten

Posted by Rieke - 9. März 2010 - News - 5 Comments

Google hat in den letzten Jahren bei vielen Bewohnern des Internets einen faden Beigeschmack gebildet. Aus der einstigen sympathischen Suchmaschine die mit praktischen kleinen Webmaster-Tools das Internet in Windeseile eroberte,  wurde eine gigantische Datenkrake die einen Markt nach dem anderen Erobert und ganze Brachen ausbootet.

Doch während wir jede Woche neue bedenkliche Dinge über googles ausbreitende Machtstellungen lesen, haben wir den sympathischen Underdog in schwarzem Rollkragenpullover vielleicht nicht im rechten Licht betrachtet.

Apple hat gefährliche Größe und Macht erreicht, kontrolliert, zensiert und bestimmt die Regeln an vielen entscheidenden Fronten.

Aber ich könnte das ganze niemals so gut in Worte fassen, wie es Matthias Lambrecht, Helene Laube, Andrea Rungg  und Nikolaus Hammerschmidt in Ihrem Artikel “Griff nach weltweiter IT-Macht: Warum Apple uns unheimlich werden sollte” in der Financial Times geschafft haben.

Ich kann nur jedem der gerne die Augen offen hält, empfehlen sich bei eine Tasse Kaffee diesen Artikel einmal in Ruhe durch zu lesen.  Ich zumindest, habe Apple weit weit unterschätzt.Facebook Like

5 comments

  • Manuel (43 comments) sagt:

    Ich werd mir den Artikel bei Gelegenheit mal zu Gemüte führen (Mit Nutella-Toast und einem Glas Milch, kein Kaffee).

    Aber die Meldung überrascht mich herzlich wenig. Schon in den alltäglichen Dingen ist Apple weitaus strikter ausgelegt als Google. Wer auf den Systemen (Apple, Iphone, AppStore etc) vertrieben wird legt ausschließlich der Konzern fest. Sobald sich der Ansatz von Konkurenz in Form ähnlicher Applikationen (zB alternative Browser fürs iPhone) auftauchen werden diese aussortiert.

    Würden solche Verhaltensweisen auf Google umgemünzt, es sollte nicht wundern wenn Beiträge die Microsoft, Yahoo, Safari, Mozilla, Bing o.ä. beträfen gefiltert würden um die eigenen Angebote nicht zu verwässern. Bin mal gespannt welche Abgründe sich in dem Artikel noch auftun.

    • Rieke (149 comments) sagt:

      Bin mal auf deine Meinung gespannt, nachdem du den Artikel gelesen hast. Ich habe Apple nicht für einen Weisenknaben gehalten, aber der Wechsel von Underdog zum doch gefährlichen Monopolisten, ist irgendwie unbemerkt an mir vorbei gezogen.

  • Manuel (43 comments) sagt:

    Hmmm wirklich Neues hat mir der Artikel nicht erzählen können. Aber es ist zugegeben mal Interessant die harten Fakten und Hintergründe dessen zu kennen, was die vergangenen Jahre so durch die News geflattert ist.
    Da bin ich einmal mehr froh keinerlei Produkte des Konzerns zu nutzen, weder in der Vergangenheit noch in absehbarer Zukunft.
    Zugegeben etwas überrascht hat mich die massive Stärke ausgerechnet in Bezug auf den iStore. Nicht dass ich all die Problemchen und kleinen Ferkeleien die es um diesen gibt nicht mit verfolgt hätte, aber erst in der Zusammenfassung ist deutlich geworden welche Macht dieses Quasi-Monopol die Jahre über bekommen hat.

    Grenzt schon wieder an Ironie. Microsoft tritt die EU bei jeder Gelegenheit wegen meiner Ansicht vollkommen sinnfreien Lapalien (Stichwort Browserwahl und Mediaplayer) zwischen die Beine während Apple mit wesentlich strikteren Verhalten fröhlich durch gewunken wird. Und das wo der Marktanteil seit mindestens drei Jahren durchaus als relevant bezeichnet werden darf.

    • Rieke (149 comments) sagt:

      “aber erst in der Zusammenfassung ist deutlich geworden welche Macht dieses Quasi-Monopol die Jahre über bekommen hat”
      DAS beschreibt ziemlich genau was ich dachte :)

  • Olli (3 comments) sagt:

    Unvorstellbar, aber toll und danke für das Augen öffnen. ;-)

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