US-Bundesbehörde – Infoleck und dessen Folgen

Posted by malo - 12. Dezember 2009 - News - No Comments

Wie am 8.12.2009 bekannt wurde, ist ein PDF-Dokument der US-Behörde für Transportsicherheit (TSA) abhanden gekommen und tauchte bei der Staatlichen Abrechnungsstelle wieder online auf. Das Dokument befasste sich mit der Standardprozedur für Sicherheitskontrollen und bedingt durch die öffentliche Zugänglichkeit dieses Dokuments könnte sich jetzt jeder darüber informieren, wie welche Personen an Flughäfen kontrolliert werden und wer von diesen Sicherheitskontrollen generell ausgeschlossen sind. Ebenfalls ist ein Bestandteil dieses Dokuments, wie die Siemens-Metalldetektoren kalibriert werden. Das 93-seitige in die Öffentlichkeit gelangte Handbuch beinhaltet ebenfalls etliche Kopien von Ausweisen wie die der CIA und wie man feststellen kann ob Ausweise eventuell gefälscht sind. Das Dokument ist zwischenzeitlich natürlich von der entsprechenden Seite entfernt worden, gelangte aber dennoch auf die Seite www. Cryptome.org

Die darauf spezialisiert ist, durchgesickerte Regierungsdokumente öffentlich zu machen. Die Pressesprecherin der TSA hatte es eilig zu erklären, dass es sich um ein veraltetes Exemplar handelte und eine Untersuchung angekündigt.

Zu lesen war in dem Dokument, dass bewaffnete Gesetzeshüter bei Vorlage eines offiziellen Lichtbildausweises der Regierung, mit oder ohne Uniform, mit Bewaffnung fliegen dürfen und die Sicherheitszonen ohne Kontrolle passieren können.

Ebenfalls erlaubt die Sicherheitsanweisung manchem Piloten von kommerziellen Fluglinien das Tragen von Waffen in Flugzeugen. Keine Kontrollen mit Pilotenausweis.

Ebenfalls ausgenommen von Kontrollen sind Würdenträger – Mitglieder von ausländischen Regierungen und deren Staatskabinetten sowie deren Angehörige wie Ehegatten und Kinder unter 12 Jahren.

Die von der Pressesprecherin angesprochene Untersuchung hat nun erste Reaktionen gezeigt. Mitarbeiter, die mit der versehentlichen Veröffentlichung in Verbindung stehen sind jetzt beurlaubt worden.

Janet Napolitano, die amtierende Ministerin für Heimatschutz machte erste Aussagen zum aktuellen Vorfall vor dem Justizausschuss des US-Senats und erklärte, dass die Lücke durch einen Vertragsmitarbeiter (Leiharbeiter) entstanden sei. Sowohl der Leiharbeiter selber, als auch dessen Vorgesetzte seien auf Anordnung des Heimatschutzministeriums suspendiert worden.

Es seien keine Sicherheitslücken für die Reisenden entstanden und Vorfälle dieser Art in Zukunft zu vermeiden, sei oberste Priorität und deshalb habe man eine Untersuchung eingeleitet. Es darf gespannt abgewartet werden, was bei dieser Untersuchung herauskommt, denn Barrack Obama selber hat neue Leitlinien für mehr Transparenz in den US-amerikanischen Behörden vorgestellt und hinter diesem Hintergrund scheint es doch für den Normalbürger gar nicht so schlimm, dass solch ein Dokument in die Öffentlichkeit gelangte, obwohl das die Senatoren des Justiz-Ausschusses deutlich anders sehen.

Wired.com

News Schweiz

AFP

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