Zuses Z3

Konrad Zuses Z3, die am 12. Mai 1941 in Berlin vorgestellt wurde, war der erste programmgesteuerte Rechner der Welt. Die Abbildung links zeigt einen Nachbau der Z3, der heute im Deutschen Museum in München steht. Das Original wurde 1944 durch Bomben zerstört. Die Bausteine der Z3 waren Relais. Davon gab es 600 Relais im Rechenwerk sowie 1600 Relais im Speicherwerk. Die Taktfrequenz der Z3 betrug 5-10 Hertz (Zum Vergleich: Heutzutage besitzen Rechner eine Taktfrequenz von 1 GHz und mehr). Die etwa 1000 KG schwere Z3 hatte eine Leistungsaufnahme von ca. 4000 Watt und das Einsatzgebiet waren Flügelberechnungen.

Konrad Zuse

Konrad Zuse wurde am 22.6.1910 in Berlin geboren. Mit 16 Jahren entdeckte der in der Schule eher schwache Zuse seinen Hang zur Technik und zur Malerei. Sein Abitur machte er 1927 an einem Reform-Realgymnasium in Hoyerswerda.

Neben seinem Studium des Bauingenieurwesens beschäftigte sich Zuse mit vielerlei technischen Erfindungen und schon bald nach dem Erwerb seines Diploms entwickelte er die Rechenmaschinen Z1, Z2, Z3 und später die Z4. Werkzeuge und Material finanzierte er mit Spenden von Familie und Freunden.

1949 gründete Zuse zusammen mit Alfred Eckhard Harro Stucken die ZUSE KG, die sich Ende der 50er Jahre als Hauptkonkurrent von IBM erweisen sollte, später aber nicht in der Lage war, sich im Kampf um Kunden und Software zu behaupten. 1964 wurde die ZUSE KG von BBC übernommen.

Konrad Zuse starb am 18.12.1995 in Hünfeld bei Fulda nachdem er sich in den 80er Jahren etwas aus dem technischen Bereich zurückzog und sich wieder seinem alten Hobby, der Malerei, widmete.

Zuse – heute

Konrad Zuse ist zum Ehrenbürger der Stadt Hoyerswerda ernannt worden und ihm zu Ehren wurde das Konrad Zuse Computermuseum gegründet. (ta)

Quellen
» TU-Berlin » Konrad Zuse

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