Smart Factory: Wie intelligente Technik Unternehmen verändern wird

Posted by Rieke - 12. Mai 2017 - Magazin, News, WebWirtschaft - No Comments

Die Digitalisierung von Geschäftsprozessen schreitet aktuell unaufhaltsam voran, sodass schon in wenigen Jahren radikale Veränderungen in der Geschäftswelt sowie dem gesellschaftlichen Zusammenleben zu erwarten sind. Selbstverständlich stellt die Anpassung für viele Unternehmer dabei eine große Herausforderung dar, welche allerdings auch eine Reihe an Chancen mit sich bringt.

Was bedeutet der Begriff Smart Factory und welche Innovationen sind in diesem Zusammenhang relevant?

Die Wortschöpfung “Smart Factory” ist im Zuge der Digitalisierung ein zentraler Begriff, der im Wesentlichen für die intelligente Fabrik der Zukunft steht. Ursprünglich stammt das Konzept aus der Forschung im Bereich Fertigungstechnik, wo es die Vision einer weitestgehend automatisierten Produktionsumgebung beschreibt. Im Wesentlichen sollen sich dabei Logistiksysteme und Fertigungsanlagen autonom organisieren, sodass im Idealfall kein Eingriff durch den Menschen erforderlich ist. Im Zuge der technischen Umsetzungen spielt die Kommunikation zwischen den einzelnen Systemen eine fundamentale Rolle. So müssen in der intelligenten Fabrik physische Komponenten über das sogenannte „Internet der Dinge“ – einem internetähnlichen Netzwerk – miteinander kommunizieren können.

 

Weiterhin ist auch die Verknüpfung von Produkten bzw. Werkstücken mit der Fertigungsanlage ein Bestandteil der Zukunftsvisionen. Mit der Hilfe von maschinell lesbaren Datenträgern wie beispielsweise RFID-Chips sollen Produkte zukünftig alle notwendigen Fertigungsinformationen mit sich bringen, wobei aktuell auch mit alternativen Techniken wie WLAN, Farbcodierungen, Bluetooth und QR-Codes experimentiert wird. Für das Auslesen der Informationen kommen dabei zahlreiche und verschiedene Industriesensoren zum Einsatz, die eine wichtige Grundlage für die intelligente Fabrik darstellen.

In welchen Branchen ist die intelligente Fabrik schon Realität?

Zwar handelt es sich bei der Digitalisierung von Geschäftsprozessen derzeit noch um einen Forschungsgegenstand, allerdings ist die Thematik schon in einer Vielzahl von Unternehmen angekommen. So werden aktuell in vielen Bereichen die Weichen für die digitale Revolution gestellt, da von ihr zukünftig die eigene Wettbewerbsfähigkeit entscheidend abhängen kann. Zwar sind schon heute in Bereichen wie der Automobilindustrie oder dem Maschinenbau schon viele Prozesse teilweise digitalisiert, allerdings ist für das Zukunftsprojekt Industrie 4.0 eine noch wesentlich stärkere Vernetzung erforderlich, da Daten in Zukunft auch Unternehmens- sowie standortübergreifend übertragen werden sollen.

Weiterhin stellt die intelligente Fabrik völlig neue Ansprüche an die Übertragungsgeschwindigkeit von Daten. In führenden Bereichen, wie unter anderem der chemischen Industrie, liegt der Fokus zurzeit vor allem auf der Implementierung einer voll umfassenden, sensorischen Überwachung, die Produktionen in Echtzeit optimieren kann. In Bezug auf die Verfahrenstechnik steht in erster Linie die Automatisierung von Prozessen im Vordergrund, während gleichzeitig die Flexibilisierung und Modularisierung von Produktionen vorangetrieben wird.

Welche Chancen und Risiken birgt die digitale Revolution?

In erster Linie soll die Digitalisierung Geschäftsabläufe grundlegend vereinfachen, sodass im Endeffekt eine höhere Produktionsleistung bei geringerem Aufwand ermöglicht wird. Da es sich bei der digitalen Revolution um einen globalen Trend handelt und die Weltwirtschaft stetig näher zusammen wächst, ist die Umstellung ebenfalls ein wichtiger Schritt für den Erhalt der eigenen Konkurrenzfähigkeit von Unternehmen und ganzen Ländern.

Neben den zahlreichen Vorteilen, ergeben sich aus der Entwicklung jedoch auch Nachteile und Risiken. Ein großes Thema ist in diesem Zusammenhang zum Beispiel die Frage nach der Datensicherheit, da die große Informationsflut gleichzeitig auch eine sensible Angriffsfläche für Industriespionage und sogar einer möglichen Echtzeitüberwachung von Mitarbeitern durch künstliche Intelligenz darstellt. Ein weiteres Problem ist das Fehlen einheitlicher Standards und Normen hinsichtlich der Kommunikation sowie die großen Unterschiede in Bezug auf den Entwicklungsstand einzelner Maschinen.

Smart Factory: Die Fabrik der Zukunft im Fazit

Die digitale Revolution bietet Unternehmern zweifelsfrei ein gigantisches Zukunftspotenzial, da sich mit ihrer Hilfe Geschäftsprozesse in ungeahnten Ausmaßen optimieren lassen. Allerdings fehlt vielen Unternehmern aktuell noch ein genauer Fahrplan für die Umsetzung, sodass hier definitiv Handlungsbedarf besteht.

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