Preisverleihung anderer Art – “Scheiß-Internet-Preis” vergeben

Posted by malo - 16. November 2009 - News - 1 Comment

ORF-Programmdirektor Wolfgang Lorenz hat im Herbst 2008 dem „Scheiß Internet“ in welches sich junge Menschen „verkriechen“, den Kampf angesagt. Nach dem Visionär wurde ein Preis benannt und das Wiener KünstlerInnen-Kollektiv „monocrom“ hat hierzu einen Preis gestiftet, nämlich den „Wolfgang Lorenz Gedenkpreis für internetfreie Minuten“.

In einer Gala am 14.11.2009 im Wiener Firgurentheater wurden nun jene Menschen ausgezeichnet die im vergangenen Jahr mit Worten und Taten völlig unqualifierte Statements gegen das Informationszeitalter abgeliefert haben.

Kommunikationstechnologiefeindlich und kulturpessimistische Dinstinktionsgewinnler, welch Worte, aber so heißt es auf der offiziellen Page zu dem Preis , kann man nachlesen, wer in der Jury gesessen hat und das unter anderem auch Jack Wolfskin mit seinem Abmahnwahn gegenüber Hobbybloggern nominiert war. Gewonnen haben den Preis die Wiener Grünen mit Ihrem Internetauftritt und dem Umgang mit seinen Wählern. Welche Chance die Wiener Grünen im Umgang mit neuen Formen netzgestützter Bürgerbeteiligung vergeben hat, werden viele Funktionäre gar nicht mehr realisieren können. Netzuser wurden dank eines ignoranten Pateifunktionärs, der die Augen schloß und bewegte  sowie politikinteressierte User zurückwies, einfach ausgesperrt. Eine vertane Chancen sich zu positionieren und der angerichtete Schaden wird zu einer politischen Havarie, wie es auf der Internetseite heisst, politische Motivation wurde erdrückt, Begeisterung erstickt und Gestaltungswillen ausgedämpft und somit ist Politikverdrossenheit im Hause der Wiener Grünen hausgemacht.

http://www.monochrom.at/wolfgang-lorenz-gedenkpreis/

Ebenfalls nominiert:

Nominierungsliste 2009:

1. Nominierung: die ORF ON-Direktoren für 15 Jahre fehlende Barrierefreiheit im Scheißinternet und generelle Ignoranz; denn ORF ON endet als Versorgungspostenpool, der sich in der Konzeption von ORF-Dörfern und TV-Theken ergeht, anstatt eine umfassende Internetstrategie zu entwickeln.

2. Nominierung: Plagiatsjäger Stefan Weber für seine Leistungen als Blockwart eines konservativen Wissenschaftsbetriebes, der Studierenden Dummheit und Internetkriminalität vorwirft, anstatt Überlegungen über einen zeitgenössischen Wissenschaftsbetrieb des Web 3.0 zu machen.

3. Nominierung: der Bühnenabend “Menschmaschine” im Rabenhof in der Kategorie fehlgeleitetes Infotainment für die Leistung, das Web 2.0 auf die Formel “Beidlwitze” zu reduzieren.

4. Nominierung: Ibrahim Evsan – stellvertretend für alle Social Media Gurus, die den Übergriff der Technik (“Fixierungscode”) predigen und gut daran verdienen.

5. Nominierung: Armin Thurnher in der Kategorie beleidigter Leitartikler; große Verdienste um die österreichische Medienlandschaft sind noch lange kein Freibrief für unreflektiertes Gegrantel.

6. Nominierung in der Kategorie Abmahnwahn: Jako und Jack Wolfskin für ihren unglaublichen juristischen Umgang mit Kleinst-Bloggern und Hobby-Bastlern mit Netzzugang

7. Nominierung in der Kategorie ProfilneurosendistinktionsgewinnlerInnen: ein paar KolumnistInnen (u.a. Doris Knecht und Polly Adler/Angelika Hager) für ihre medialen Anti-Social-Media-Koketterien.

8. Nominierung: die Wiener Grünen für ihre missglückte politische Kommunikation im Netz und das Verpassen einer einmaligen Chance.

9. Nominierung: Franz Medwenitsch für seine jahrelange Tätigkeit als Blockierer von fairen Verwertungsmodellen und diesbezüglicher lobbyistischer Begleitung von allen Gesetzesnovellen auf staatlicher und gemeinschaftlicher Ebene.

10. Nominierung: Wolfgang Schüssel – fürs Lebenswerk in der Bereitung internetfreier Minuten, denn er strafte die von ihm ungeliebte “Internetgeneration” mit einer miserablen Telekom-Regulierungspolitik ab.Facebook Like

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