Pornos für das iPad

Posted by Rieke - 23. Mai 2010 - News - 1 Comment

Steve Jobs ist mit Apple vom sympathischen Underdog zum Marktbeherrschenden Zensor  erwachsen und nutzt diese Macht zunehmend aus.

Seit Monaten führt er nun auch einen Kampf gegen Adobe, macht dessen Produkte (vor allem Flash) stetig schlecht. Er änderte die Rahmenbedingungen für Entwickler von Apple Apps,  Adobe Produkte dürfen auf den iPhones nicht genutzt werden, Flash Unterstützung wird an allen Fronten verweigert.

Für Apps wurde starke Reglementierungen eingeführt, viele Apps mussten aus dem Store genommen und neu programmiert werden.  Die Verträge mit Anbietern wie z.B. Verlagen für Bezahl-Angeboten lassen sich natürlich lukrativer vermarkten, wenn man diese auch kontrollieren kann. Apple gibt z.B. die Kundendaten nicht an die eigentlichen Anbieter weiter und soweit bekannt verlangt Apple teilweise ca 30% der Einnahmen.

Man stelle sich vor, auf unserem PC wären Shops, Zeitschriften und Musikstores als kleine bunte Desctop Bildchen eingebaut. Und zum einen würde der PC Hersteller zensieren welche dieser Apps wir auf den PC laden und zum anderen würde der PC Hersteller 30% aller Einnahmen verlangen .. krank oder ?

Das funktioniert natürlich nur wenn Apple die Kontrolle behält was auf Ihren Geräten läuft. Aber dem Unternehmen wird auch Zensur vorgeworfen, so mussten Magazine Ihre Titelblatt Ausgabe fürs iPhone schon ändern weil es für Apple zu erotisch war.

Bei Millionen von iPhones und der Erwartung das sich das iPad noch weiter verbreiten wird… ist es sehr heikel zu wissen das der Inhalt zensiert und der Nutzer bevormundet wird.

In einem E-Mail-Wechsel zwischen US-Blogger Ryan Tate und Steve Jobs’ Mail-Adresse (sjobs@apple.com) sagte Tate: “Bei Revolution geht es um Freiheit” in der Antwort hieß es:

Ja, Freiheit von Programmen, die deine privaten Daten klauen. Freiheit von Programmen, die deinen Akku leersaugen. Freiheit von Pornografie. Ja, Freiheit.

Schon im letzten Monat soll Jobs gesagt haben  “Wer Pornos will, soll sich ein Android(-Handy) besorgen”.

Ob Jobs dann die neuste Ankündigung des Flash-Großnutzers Youporn gefallen wird, ist zweifelhaft. Youporn hat laut US Medien nun begonnen sein riesiges Film Archiv auf das H.264-Format um zustellen und diese nicht mehr mittels Flash sondern HTML5 da zustellen… damit ist eine der 50 reichweitenstärksten Webseiten der Welt – gefüllt mit Pornografie – Ready 2 go fürs iPad und iPhone.

Ich glaube diese Entwicklung wird weder Steve Jobs noch Adobe gefallen, es wirft die Frage nach Jugendschutz auf  dem iPhone/iPad auf und dürfte Adobe langfristig Anteile kosten.

Quellen:

- krone.at
- manager-magazin
- golemFacebook Like

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