Notruf-Button im Browser – Forderung der Kriminalisten

Posted by malo - 7. Oktober 2009 - News - 1 Comment

Der Bund Deutscher Kriminalbeamter fordert einen Notruf-Button, einen sogenannten „110-Button“ der im Browser angeklickt werden kann, falls Straftaten im weltweiten Web verübt werden und angezeigt gehören. Die virtuelle Welt muss mit der realen Welt verknüpft werden verlangte der Bundesvorsitzende beim Bundeskongress in Suhl. Ebenso meinte der Bundesvorsitzende, dass es auf der Täterseite fast keinerlei Risiken gäbe und die Ermittlungen bei angezeigten Straftaten sehr schwierig sei, Kriminelle im Internet keine Fingerabdrücke oder DANN-Spuren hinterlassen.

Die Polizei hat fast keine Chance gegen Internetkriminelle und der Bürger ist relativ gutgläubig meinte der Bundesvorsitzende. Er führte aus, dass es in Deutschland fast 42 Millionen Internetnutzer gebe und die polizeiliche Kriminalstatistik unter dem Oberbegriff „Tatmittel Internet“ nur knapp 167500 Straftaten angezeigt wurden und 63600 Fälle von Computerkriminalität.

Das sei weit von der Realität entfernt.

Um allerdings für Sicherheit im Netz sorgen zu können, gehöre die technische Ausrüstung dazu und mehr Personal. Außerdem  kommt erschwerend hinzu, dass die Ermittler sich  mit unterschiedliche internationale Regelungen auseinander setzen müssen, da es keine Länder-grenzen im WorldWideWeb gebe.

Ein virtuelles Polizeipräsidium mit vernetzten gut ausgebildeten und spezialisierten Kriminalisten sei hier ein Lösungsansatz um die Strafverfolgung und Gefahrenabwehr im weltweiten Netz zu gewährleisten. Im virtuellen Polizeipräsidium können die Internet-Notrufe eingehen und bearbeitet werden.

Quelle: www.an-online.de

Facebook Like

One comment

  • Rieke (150 comments) sagt:

    Das ganze ist so albern, der Wahn alles jederzeit kontrollieren zu können. Beleidigung im Chat … klar. Geh doch bitte mal jemand zur nächsten Polizeistelle, und versuche eine Anzeige wegen Belästigung, Beleidigung oder Nötigung auf zu geben. Dieser wird im Realen Leben auch in den seltensten Fällen verfolgt, (wenn das “Opfer” nicht gerade eine Politesse ist) warum bitte soll das Internet strenger kontrolliert werden und im Internet mehr geahndet werden als im realen Leben auf der Strasse ?

    Im TV wird immer wieder gezeigt wie Menschen auf offener Straße überfallen werden, Autos oder Fahrräder geklaut werden ohne das jemand etwas tut und die Täter entkommen dabei häufig.
    Warum bitte nicht erst mal dort aufräumen wo es wirklich wichtig ist. Im Chat können sich Menschen bitte auch mal ein dickeres Fell zu legen oder den Chatraum verlassen, aber auf offener Straße kann sich der Mensch weniger schützen.
    Aber es geht ja auch gar nicht wirklich um Schutz oder um Opfer nicht wahr ? Es geht darum Tag für Tag für Tag mehr Bereiche zu Kontrollieren, mehr Mechanismen in unser Leben ein zu fügen welche geeignet sind genausten über jede Abweichung der Norm informiert zu sein und alles zu kontrollieren.

    Die sollen sich bitte mal um die Polizeistationen in der realen Welt um sehen, die teilweise marode Zeugen vergangener Jahrzehnte sind statt Geld in Bürgerkontrolle zu stecken.

    Denn mal ehrlich, wirklich schlimme Kriminelle Akte sind nicht da zu finden wo ein ehrlicher Bürger sie finden und per Browser SOS Knopf melden. Letztlich wird irgend ein Otto-Normal Bürger zugeben die GEZ nicht zu bezahlen, dem Nachbarn gegen nen 10er den Rasen gemäht zu haben und irgend ein Möchte-Gern-Polizist alias Petzlise drückt auf dem Knopf .. der eine bekommt eine dicke GEZ Nachzahlung und Anzeige, der Andre verliert seine Bezüge und darf sich vor Gericht wegen Schwarzarbeit für 10 Euro verantworten. Danke.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Kommentarlinks könnten nofollow frei sein.