neue Domainendungen wie .bank oder .berlin geplant

Posted by malo - 24. April 2010 - News - No Comments

Alles Neu macht der Mai? Nein, so neu ist diese Diskussion nicht. Neue Domainnamen soll es also zukünftig geben und als Grund führt man aus, dass Endungen wie .bank das Onlinebanking sicherer machen soll.

Hotels.berlin oder bewerbung.canon führen nicht nur zu wahren Begeisterungsstürmen, sondern sorgen auch für jede Menge Streit. Wie „Der Spiegel“ berichtet plant die ICANN (Internetverwaltung) weitere Top-Level-Domains (TLDs) einzuführen und Produkt- oder Städtenamen hinter dem Punkt zu erlauben und hier streiten sich die Gemüter, denn nicht alle sind davon begeistert, denn es bleibt zu befürchten, dass das Internet damit unübersichtlicher werden wird und viel Geld zum Schutz der eigenen Marke ausgegeben werden muss.

Das Unternehmen „dotBerlin“ hat bereits Interesse an der Endung „.berlin“ signalisiert und möchte sich die Endung registrieren lassen, um dann Internetadressen an Unternehmen der Großstadt zu veräußern. Auch ein US-Unternehmen hat bereits an der Berlin-Endung Interesse signalisiert und so entscheidet der Berliner Senat wer denn nun die Endung erhalten wird. Von Unternehmerseite hat sich bislang nur der Kamerahersteller Canon geäußert und möchte eine .canon Adresse registrieren lassen. Diese Zurückhaltung von Unternehmerseite ist gut nachzuvollziehen, denn auf die Unternehmen kommt ein Berg von Kosten zu, denn wer eine eigene Domain-Endung besitzt, der übernimmt den kompletten Aufgabenbereich eines Internetunternehmens. Das Projektmanagement, die Technik und Rechtsberatung kostet schon mehr als eine halbe Millionen Euro. Zusätzlich kommen jährliche Kosten in Höhe von ca. 200.000 Euro hinzu und allein deshalb lässt die ICANN nur Unternehmen, Gemeinschaften oder Organisationen zu, die ein hohes Startkapital und ein Geschäftskonzept mitbringen. Ende diesen Jahres soll die Vergabe beginnen, aber man geht davon aus, dass weltweit nur 500 bis 2000 Anträge gestellt werden. Angesichts der hohen Kosten nur verständlich.

Meinung:

Meines Erachtens führen solche beabsichtigten Endungen mehr zu Verwirrungen als Ordnung zu schaffen oder Sicherheit zu vermitteln wie bei einer Endung „.bank“, aber sicherlich geht es hier wieder einmal um Kohle und um nichts anderes. Bezahlbar für Städte und Gemeinden oder kleinere Organisationen oder Firmen ist das keinesfalls.

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