Leere Büroräume dank Telearbeit

Posted by malo - 2. Oktober 2009 - News - 3 Comments

Vorreiter im Bereich der Telearbeit ist die Software-Schmiede Microsoft sowie die niedersächsische Landesregierung. Bereits in den 90er Jahren hatten sowohl Microsoft als auch die Landesregierung Niedersachen den Mitarbeitern erlaubt aus den eigenen vier Wänden und bei freier Zeiteinteilung Ihre Arbeit via Computer und Datenleitung zu erledigen.

1998 startete das Pilotprojekt der niedersächsischen Regierung mit etwas über 20 Mitarbeitern zur Telearbeit und bereits sechs Jahre später waren es knapp 200. Heute erledigen mehrere Hundert Bedienstete der niedersächsischen Regierung aus vielen Bereichen Ihre Schreibtischarbeit im eigenen Heim.

Zukünftig werden wohl viele Unternehmer diesem Projekt nacheifern meinen Experten der weltweiten Vereinigung gewerblicher Immobilienmanager (CoreNet Global – CNG), da die Wirtschaftskrise den Unternehmer dringend nach Möglichkeiten suchen lassen wird um Kosten zu sparen, denn Mitarbeiter die zu Hause arbeiten kosten keine überteuerten Büroflächen.

Man kann – rein rechnerisch davon ausgehen, dass man für jeden Mitarbeiter der einen Heimarbeitsplatz besetzt, dabei hilft, etwas über 4600,00 Euro zu sparen. Gerechnet bei einem Mietpreis in einem großen Bürostandort und einer Büromiete von ca. 15,00 Euro pro Quadratmeter und Monat.

Technisch ist das heute kein Problem, denn schnelle Internetverbindungen sind fast allerorts verfügbar und fast jeder Büroarbeitsplatz kann an den heimischen Schreibtisch verlagert werden, sagt der Präsident des Verbandes der Telekommunikationsanbieter Bitkom.

Leidtragende in dieser Sparentwicklung sind die Eigentümer von Büroimmobilien und zurzeit sind ca. 10, o Mio. Quadratmeter Büroflächen unvermietet nach einer Studie und das sind über 9 Prozent des Gesamtbestandes. Tendenz: steigend.

Nicht unrealistisch wie ein Blick über den großen Teich zeigt. Bereits heute haben 76 Prozent der Konzerne Telearbeitsplätze geschaffen laut einer Studie von CNG. Dort wurden bereits alte Bürotürme abgerissen und durch neue Wohnanlagen ersetzt. Prozentual sanken die benötigten Büroflächen schneller als die Abrissbirnen Platz schaffen konnten.

Übertragbar ist der Blick über den großen Teich aber zurzeit nicht wirklich auf Deutschland, denn die Mentalität ist doch sehr unterschiedlich. Für den Amerikaner bedeutet ein Heimarbeitsplatz ein bisschen Freiheit, wobei in Deutschland die Menschen im Berufsleben sich intensiv mit Kollegen austauschen möchten. Dies gilt im Besonderen für Ingenieure, Designer und Architekten die die kreative Diskussion suchen und benötigen.

Fragt man die Telekommunikationsanbieter, möchten die Beschäftigten in Deutschland gern daheim arbeiten. Hier sollen von 1000 Erwerbstätigen 41 Prozent angegeben haben, dass sie am liebsten daheim arbeiten würden. 21 Prozent sogar ausschließlich im Home-Office. Beruf und Familie lasse sich in einem Home-Office einfach besser koordinieren.

Quelle: www.welt.deFacebook Like

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