Kreditkarten-Hacker: 13 Jahre Haft + 27,5 Millionen Schadensersatz

Posted by Rieke - 14. Februar 2010 - News - No Comments

Max Ray Butler, 37 Jahre, ehemalig als angesehener Experte und Sicherheitsberater mit 100 US-Dollar Stundenlohn tätig, sogar der US-Bundespolizei FBI gab er Tipps zu Sicherheitslücken.

2001 dann der Karriere-Knick. Er wurde zu 18 Monaten Haft verurteilt, da er ein Script in Umlauf brachte, welches zwar im US-Verteidigungsminiterium viele Sicherheitslücken schloss, ihm selbst aber Hintertürchen verschaffte.  Der Aufenthalt im Gefängnis hatte keinen positiven Effekt, im Gegenteil, dort lernte er Verbrecher wie den Bank-Räuber Chris Aragon kennen, welcher später sein Komplize wurde.

Sein Wissen um Technik und Sicherheit, ermöglichte ihm den Diebstahl von Kreditkarten-Daten. 1,8 Millionen Kreditkarten hat er zum Stückpreis von 20 Dollar über seine Webseite verkauft. Hierfür wurde er nun vom US-Bundesgericht in Pennsylvania zu 13 Jahren Haft, 27,5 Millionen Schadensersatz und nach Freilassung zu 5 Jahren eingeschränktem und genehmigungspflichtiger Internetnutzung verurteilt.

Zum einen ist dies die höchste Strafe die für Hacker-Kriminalität in den USA je verhängt wurde. Zum anderen ließ der Staatsanwalt verlauten, dass die Strafe weit höher ausgefallen wäre, hätte sich der Angeklagte nicht so kooperativ und unterstützend gezeigt.

Ich kann nur sagen: Gebt mir mehr davon ! Mehr harte Urteile gegen illegale Aktivitäten im Internet … und damit meine ich nicht Urheberrechts Verstöße oder Sorgen-Falten der ach so schwer gebeutelten GEMA … sondern harte Urteile gegen Leute die sich unberechtigt Zugriffe und Daten beschaffen, Bot Netze Aufbauen und Millionen mit Spam Versand über infizierte PC´s verdienen. Bis hin zu Menschen die unter Angabe fremder Bankdaten, Adressen, Identitäten im Internet Leistungen buchen und das für ein Kavaliersdelikt halten.

Gäb es für solche Dinge häufiger harte Urteile, hätte dies sicherlich auch ein Stück weit abschreckende Wirkung.Facebook Like

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