Kreativ und Produktiv?

von stilburg » 36 Kommentare. Klicke zum Kommentieren.

Also gut wir sind Kreative – bis vor nicht all zu langer Zeit am schwarzen Rollkragen-Pulli und schrillem Brillengestell zu erkennen. Alles Konventionelle ist uns zu wider, Werbung die verkauft zu “reklamig” und effiziente Produktion gehört ans Fließband und nicht ins Design Atelier.

Das sehe ich inzwischen völlig anders. Den Rollkragen-Pulli hab mich mir abgwöhnt als ich nah Südamerika zog – seit dem frage ich mich auch immer wieder wie man den Designprozess effizienter und damit günstiger gestalten kann ohne das der Kunde auf Qualität verzichten muss. Hier meine 10 Tipps:

1. Doppelt ist besser

Effizienter mit 2 Monitoren

Ein zweiter Monitor kostet heute nicht mehr die Welt die Produktivität steigert er jedoch enorm. Egal ob man den HTML/CSS Code auf dem einen und die Website auf dem anderen hat, oder die Photoshop Werkzeuge endlich einen Platz gefunden haben, der einem nicht mehr die Sicht versperrt. Wer nur kurze Zeit mit zwei Bildschirmen gearbeitet hat wird nicht mehr zurück wollen. Diesen Artikel zum Beispiel schreibe ich auf einem Monitor während ich mir die Vorschau auf dem anderen ansehen kann.

2. Etwas Führung schadet nicht

960 Grid System

Als Kreative lieben wir unsere Freiheit und empfinden all zu schnell alles als Einschränkung. Aus dem Print Design schon seit Langem bekannt, bewähren sich jedoch das Gestaltungsraster auch im Webdesign. Ich persönlich verwende eine Abwandlung des 960 Grid Rasters das mit einer Vielzahl von Templates daher kommt. Der große Vorteil: Meine Kollegen haben das CSS schon im Paket, müssen Spaltenbreiten nicht mehr nachmessen und die Designs sind im Nu umgesetzt. In 16 oder 12 Spalten zu denken empfindet man vielleicht zuerst als Einschränkung, doch ähnlich wie die Einteilung bei wissenschaftlichen Texten in 3 oder 5 Punkte strukturiert auch ein Gestaltungsraster das Denken und führt nach kurzer Zeit schneller ans Ziel.

3. Erfinde das Rad nicht neu!

Besonders wir Designer neigen dazu das Rad gerne neu zu erfinden. Dem ist nichts entgegenzustellen außer: Es kostet Zeit. Aus der agilen Webprogrammierung ist der Grundsatz DRY (Don’t repeat yourself) bereits bekannt und erprobt und er gilt auch im Webdesign. In der Praxis heisst das:

  • Benutze die gleichen Bilddatenbanken wieder, denn mit der Zeit bekommst du eine Übersicht über deren Bildmaterial.
  • Wo wir gerade bei Bildmaterial sind: Ich habe ein über die Jahre gepflegte Verzeichnisstruktur mit Bildmaterial, das man wiederverwendet (z.B. Twitter Icons in 1001 verschiedenen Fassungen und der gleichen mehr). Das erspart mir stundenlanges Suchen nach Material.
  • Man ist nicht originell nur weil man das Menü rechts platziert. Es gibt neuropsychologische Grundsätze und Regeln für ein gutes Screendesign. Einen guten Einstiegsartikel hat Jens Meiert 2006 schon mal veröffentlicht.
    Es lohnt sich sich in das Thema einzulesen und das Gelernte anzuwenden. Man erspart sich selber und anderen viel Zeit. Statt über Dinge nachzudenken, die nicht denkenswert sind (das Menü gehört nun mal links hin) kann man sich den wichtigen Herausforderungen des Designs stellen. Und: man erspart dem späteren Besucher Zeit eine Navigation neu erlernen zu müssen, nur weil jemand besonders originell sein wollte.
  • Studiere den Wettbewerb. Das hat nichts mit “Abkupfern” zu tun. Es soll ein Screendesign für einen Zahnarzt sein: Hand auf’s Herz, wieviele Zahnarztseiten hast du in den letzten Monaten besucht? Es lohnt sich 10 oder 15 zu besuchen und Screenshots zu machen. Im Nu sieht man Sachen die sie gemeinsam haben und entwickelt Ideen schneller und kundenorientierter.

4. Papier und Stift bitte…

Übe dich im Skizzieren. Stift und Papier kommen nicht aus der Mode, besonders nicht bei Profis. Eine schnelle Skizze mit Hand ist in jedem Fall schneller als ein erster, zweiter oder dritter Versuch am Bildschirm. Ich skizziere meine Design sämtlich mit der Hand vor, prüfe ob alle notwendigen Elemente vorhanden und alle Inhalte untergebracht sind. Erst dann setz ich mich wieder an den Rechner und setze die Skizze um.

5. Schluss mit Twitter & Co

Mach deine Social Anwendungen zu, schließe dein Tweetdeck, schalte dein Skype auf “beschäftigt” oder auf ganz aus. Social Networking ist wichtig und toll und überhaupt ist Kommunikation unser Geschäft. All das stimmt, aber “Allein-Zeit” ist nicht minder wichtig. Nimm sie dir! Unterbrechnungen lenken nicht nur ab sondern sie verlangsamen deinen Denkprozess.

6. Stell die richtigen Fragen…

…und vor allem: Immer die gleichen Fragen. Ich verwende den gleichen 10 Punkte Webdesign Fragebogen als Einstiegspunkt. Unter anderem bitte ich meine Kunden mir Seiten zu zeigen bei denen ihnen die Navigation, das Farbschema, das Logo usw. gefällt. Die meisten Kunden sind in Designfragen unerfahren und nicht in der Lage ein wirklich brauchbares Briefing abzuliefern. Sie sind aber sehr wohl in der Lage auf Dinge zu deuten die ihnen gefallen. (Übrigens: Der Kunde freut sich über eine Linksammlung zu Website Galerien).
Anschließend lege ich Screenshots der Seiten an und verschaffe mir einen Überblick. Dabei notiere ich mir Gemeinsamkeiten, wie abgerundete Ecken, typische Gestaltungselemente. Mit dieser Vorbereitung ist das Gespräch mit dem Kunden weniger “schwammig”, den beide Seiten sind gut vorbereitet und in sehr kurzer Zeit können die übrigen Fragen geklärt werden.

7. Benutze Werkzeuge

Font Viewer - myFontbook.com

Man kann stundenlang nach dem perfekten Font suchen. Schneller geht es mit einem Tool wie MyFontbook. Noch schneller ist, wenn man einfach mal über seinen Schatten springt. Nur wir Designer sind Typografie vernarrt. Keine  Frage: Eine saubere, gute Typografie ist unerlässlich, aber sie ist nur ein Teil des Ganzen und wir Designer neigen dazu diesen Teil überzubewerten und stundenlang nach der perfekten Schrift zu stöbern. Wähle einen sauberen, passenden Schrifttyp und mach weiter. Eine einfache ordentliche Type ist oft völlig ausreichend.  (Lesetipp: Die gefühlte Lesbarkeit von Martin Liebig).

Color Explorer • Color Matching

Ähnliches gilt für Farbwahl. Eine harmonierende Farbpalette zusammenstellen kann Stunden dauern. Ich spare mir Dank dem ColorExplorer viel Zeit in dem ich den nur den ersten Farbwert aussuche und mir den Rest online abmischen lasse. Das ganze als Screenshot in den zweiten Monitor geladen und schon ist in Sachen Farbwahl so manches klarer. Natürlich müssen dann noch zusätzliche Schattierungen und Nuancen gesucht werden, doch das geschieht im Designprozess schneller, wenn man bereits eine Farbpalette zur Verfügung hat.

8. Plane deine Zeit

Sunbird Screenshots

Es klingt so banal – doch so hilfreich ist es auch. Ein beliebiges Kalender-Tool ist ausreichend: Plane wann du welches Design machen willst und halte dich daran. Ich benutze Sunbird und trage ein wann ich vorhabe an was zu arbeiten. In diesen Zeitfenstern schalte ich mein Skype ab, gehe nicht ans Telefon, lese keine eMails, twitter nicht und hab auch meiner Frau und Tochter beibringen können mich höchstens mit einer Tasse Kaffee stören zu dürfen. ;-)

9. Spickzettel sind erlaubt

Die Schulzeit ist vorbei – Spickzettel sind erlaubt! Ich hab meine als PDF, Screenshots etc.  meist in digitaler Form und die wichtigsten an der Wand hängen. Von Photoshop Hotkeys, über htaccess Beispiele bis zur einer Übersicht welche Fonts auf welchem OS verfügbar sind.

10. Hab Spaß und sei neugierig

Meinen Tag beginne ich mit einer kurzen Durchsicht meiner Lieblingsblogs oder dem Lesen eines Tutorials. Jeden Tag lerne ich was hinzu und erhalte Inspirationen. Für mich das wichtigste dabei – den Spass teilen. Sagt dem Autor eines guten Blogartikels das er gut ist. Teilt Euer Wissen mit anderen. Man erhält es um ein vielfaches wieder und mit Spass und Inspiration geht nun mal alles schneller und besser von der Hand.

Ich muss zugeben, dass mir beim Schreiben dieser 10 Punkte noch einige einfielen, die ich weg gelassen habe. Zum einen wollte ich mich an die 10 Punkte halten zum anderen (ich geb es zu) spare ich mir ein wenig Stoff für einen längeren Artikel über den einen oder anderen Tipp & Trick. Einen jedoch will ich noch erwähnen weil ich selber darin so schlecht bin und es doch so effektiv ist: Den Schreibtisch leer halten. Ein leerer Schreibtisch schafft Platz für Inspiration. Gibt Raum zum Denken.

Ich denke ich werde nun erstmal einen Kaffee kochen und meinen Tisch aufräumen. ;-)

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Patrick (1 comments)
September 13th, 2009

Wow, klasse Artikel. Sind wiedermal ganz nette Ansätze dabei um die Produktivität zu steigern. Ich würde mir noch wünschen wenn du zu Punkt 9 noch paar Links dazu heften könntest, falls vorhanden. :)

Daniel Hüpenbecker (1 comments)
September 13th, 2009

Keine Wundermittel, aber eine hervorragende Zusammenstellung hilfreicher Tipps und Methoden, die man zwar größtenteils kennt, aber gerne mal vergisst. Besten Dank… der Artikel kommt an die Pinnwand :)

Gruß,
Daniel Hüpenbecker

Michael (8 comments)
September 13th, 2009

Hey
dein Artikel gefällt mir sehr gut, sind echt ein paar nützliche Tipps dabei die ich so noch nicht kannte oder gesehen habe. Auch gefallen mir die Links die ich alle noch nicht kannte. Bin gespannt ob ich es schaffe etwas davon umzusetzen.

Michael

Max (1 comments)
September 13th, 2009

Toller Artikel! Hat wirklich spass gemacht zu lesen. :)

Christoph (1 comments)
September 13th, 2009

Richtig guter Artikel!

Manuel (41 comments)
September 13th, 2009

Dann halte ich mich doch gleich mal an den letzten Punkt und bedanke mich artig.
Von Punkt 1 abgesehen stimme ich den meisten Punkten auch voll und ganz zu. Zumindest in aktuelleren Versionen haben Programme wie Photoshop zum Glück nicht mehr das leidige Problem alles mögliche zu verdecken, sodass ein großer Monitor durchaus ausreicht und für mein Empfinden auch angenehmer ist als zwei etwas kleinere.

Ansonsten freue ich mich mehrere Gemeinsamkeiten zu erkennen. Wenn nicht gerade für einen gestalterischen Schriftzug, suche ich meist auch nur einige Minuten bis eine passende (nicht perfekte) Schrift gefunden ist, mische mir meine Grundpalette vertrauensvoll mit Farbmischern und versuche aktuell die Disziplin zu finden Bilddatenbanken und Dokumente anzulegen anstatt sie jedes Mal aufs neue zu suchen.

Der Tipp mit Sunbird ist gut, wusste bislang nie so recht welches Programm für die Tages/Wochenplanung bei mir in Frage kommen könnte. Werd ich mal ausprobieren.

Andreas (3 comments)
September 13th, 2009

> Sagt dem Autor eines guten Blogartikels das er gut ist.

Was ich hiermit getan haben möchte.
Der Artikel hat mir wirklich gut gefallen.

Grüße
Andreas

Johannes (1 comments)
September 13th, 2009

Sehr guter Artikel.

Punkt 4. erachte ich nach über 15 Jahren Design, Werbung und Multimedia immer noch als den Wichtigsten.

Grüße
Johannes

david hellmann (1 comments)
September 13th, 2009

klasse artikel und die punkte treffen das ganze wohl wie die faust aufs auge. meinen schreibtisch sollte ich auf jeden fall auch das öfteren mal entleeren. der zweite monitor ist in planung und auch wirklich etwas das einen erheblich produktiver werden lässt.

Wishu (19 comments)
September 13th, 2009

Ich bin jetzt das erste Mal hier, doch dieser Artikel überzeugt mich, dich in meinen Feedreader aufzunehmen. Ich hoffe ich werde nicht enttäuscht.

Mir gefällt deine Art zu schreiben, deine Art dich auszudrücken und der Blog ist angenehm lesbar. Ich bin gespannt ob ich weitere Beiträge dieser Art zu lesen bekomme. Gefällt mir auf jeden Fall gut.

Grüße
Wishu

P.S.: Bitte mach den Captcha hier weg. Akismet reicht vollkommen aus. Glaub mir.

Jens Gassmann (1 comments)
September 13th, 2009

Hi,

direkt mal anfangen, positives Feedback dazu lassen.

Eine produktive Woche!
Jens

stanton (1 comments)
September 13th, 2009

Guter Artikel gefällt mir ;)

Daniel (7 comments)
September 13th, 2009

Super Artikel,
viele Sachen habe ich zwar schon gehört, wende diese aber nicht konsequent an. Diese nette Auffrischung wird mir sicher helfen!

Jens (3 comments)
September 13th, 2009

das ist wirklich das perfekte plädoyer für mittelmäßigkeit.

Chris (3 comments)
September 14th, 2009

Finde ich klasse geschrieben. Sehr viele der Punkte gehe ich genauso an. Vor allem Punkt 6 hat mir schon sehr oft die Arbeit erleichtert.

Oliver (1 comments)
September 14th, 2009

Wirklich eine schöne Zusammenstellung. Ich kann die Punkte nur unterstreichen – vor allem das mit dem aufgeräumten Streibtisch. Es gibt eigentlich nichts schlimmeres.

Besonders gut finde ich auch den Hinweis mit den zwei Bildschirmen, denn das ist für viele einfach selbstverständlich. Ich selber habe jahrelang mit einem Bildschrim gearbeitet, konnte aber dann nicht mehr ohne den zweiten, als ich es mal “probegefahren” hatte.

Wirklich guter Beitrag – Blog landet in meiner täglichen Lektüre!

Pat (1 comments)
September 14th, 2009

Yes, we gähn!
(… schließlich müssen wir ja das Rad nicht neu erfinden).

Thorsten (2 comments)
September 14th, 2009

Sehr guter Artikel! Habe auch 2 Monitore und würde mit einem nicht mehr auskommen :o ) Der Trend geht ja mittlerweile eher zum schlichten Design was ja nicht schlecht ist

Zu. 9.
Ich bin auch ein Fan von Spickzetteln. Sowohl oldschool als auch digital (nutze die gelben Zettel von unserem Desktop Plus (Freeware http://www.enormasoft.de/index.php?go=desktopplus) läuft aber nicht auf Vista)

Freue mich schon auf Teil 2 Deines Artikels

Sabrina (1 comments)
September 14th, 2009

ja, Links zu Punkt 9 wären wirklich ganz hervorragend :)
Ansonsten super Artikel!

wien (1 comments)
September 14th, 2009

danke, sehr hilfreich

fwolf (1 comments)
September 14th, 2009

Zwei Monitore sind nur etwas für Leute, die nicht mit virtuellen Desktops aufgewachsen sind. Mich lenkt so ein Firlefanz a la zweiter Monitor allenfalls von der Arbeit ab…

Auf Desktop 1 läuft alles für die Entwicklung (Firefox, Dateimanager, Editor), auf Desktop 3 alles in Sachen Mails (Thunderbird), Desktop 2 dient zum Textverarbeiten und Abrechnen (OOo Writer, Calc, Speedcrunch) und Desktop 4 steht für sonstige Dinge zur Verfügung, die mal eben so anfallen (z.B. Notizen in Kwrite oder Geany).

cu, w0lf.

Flo (1 comments)
September 15th, 2009

Klasse Artikel. Vielen Dank dafür.

webdesign aus chemnitz (1 comments)
September 15th, 2009

Eine schöne Zusammenstellung! Vor allem der 1. Tipp ist gut und oft unterschätzt. Ich sehe immer wieder wie Leute an Laptops 8 Stunden arbeiten. Das tut doch weh!

Hannes (2 comments)
September 15th, 2009

Sehr schöner Artikel, aber warum benutzt du Blocksatz ?

Rieke (131 comments)
September 15th, 2009

Ich kann jetzt nicht beschwören ob Stilburg den Blocksatz selbst gesetzt hat oder ich es beim aufräumen rein editiert habe, ich bin zugegeben ein Freund von Blogsatz :)

stilburg (8 comments)
September 15th, 2009

Wow… Erstmal vielen Dank für Lob und Tadel an Alle.

Ich bin vielleicht hier und da missverstanden worden. Vielleicht hätte ich auch ausdrücklich genug sagen sollen “Die erste Regel lautet: Es gibt keine Regeln”. ;-)
Keiner der obigen Punkte ist ein absolutes Muss – jeder nur eine Anregung und es ist auch nichts sensationell Neues dabei. Aber mir tut es immer wieder mal gut auch an ganz banal Dinge erinnert zu werden, die man zwar eigentlich weiß, aber die in der täglichen Arbeitshektik untergehen.

Zu den zwei Monitoren – ich war erstaunt über den Widerspruch. Natürlich kann und soll jeder so arbeiten, wie es für ihn oder sie am bequemsten ist. Es gibt kein “richtig” und kein “falsch” – Auch sollte es kein Aufruf sein, einen großen Monitor durch zwei kleinen auszutauschen, sondern einen Großen durch zwei Große. Ich kann nur dringend empfehlen es einfach mal auszuprobieren. Irgendjemand hat mal gesagt, die festeste Meinung hat man über Bücher die man nie gelesen hat. Und ich denke es ist hier genau so.

Über den Einsatz von Grids (aka “Gestaltungsraster”) und Prinzipien aus dem Rapid Development, wie “Das Rad nicht neu erfinden” (“DRY”) werde ich vielleicht nochmal ausführlich etwas verfassen. Es ist mitnichten ein Aufruf zur Mittelmäßigkeit. Im Gegenteil. Es verschafft einem den Freiraum sich auf die erheblichen Dinge zu konzentrieren und sorgt ansonsten durch die Verwendung von “best practice” für bessere Ergebnisse.

Auf dem “designtagebuch” bin ich gescholten worden, wegen des Rollkragenpullis und Holprigkeit im Schreibstil. Zur Holprigkeit muss ich mich entschuldigen: Ich hab seit bestimmt 10 Jahren nicht mehr auf Deutsch geschrieben und muss mich erst wieder rein finden. (Sollte jemand eine Reise zum Rio de la Plata planen – bringt mir deutsche Bücher. Das vermisse ich hier am meisten.)
Womit wir bei den Stereotypen wären: Das jeder Designer in einem Rollkragenpulli daher kommt ist natürlich ein Augenzwinkern gewesen und das wir in Südamerika immer gutes Wetter haben, keinen Winter kennen und demnach auch keine Rollkragenpullis tragen war ein glatte Lüge. Ich selber besitze mindestens drei – und der Winter (der diese Tage zu Ende geht) war so fies, dass ich sie alle drei auch mal übereinander anzog. Man möge mir diese Flunkerei nachsehen. ;-)

Nochmals vielen, vielen, lieben Dank für das großartige Feedback. So macht es Spaß den nächsten Artikel vorzubereiten!

Grüße aus dem tiefen Süden

Sven

PS: Die Schuld am “Blogsatz” trage ich, nicht Rieke. Ich fand ihn bei geringer Spaltenbreite und kurzen Absätzen angenehmer. Ansonsten flattere ich lieber…

stilburg (8 comments)
September 15th, 2009

Nachtrag: Der einzige Grund zu einem einzelnen Monitor zurück zukehren, wäre für mich dieser Monitor hier: http://www.necdisplay.com/Products/Product/?product=34f0e2d4-795b-4c4c-964d-da99e85a39fa

:-D

l0u1sa (8 comments)
September 18th, 2009

@fwolf und die anderen:
vllt bin ich ja ne ausnahme, aber wer zB mit 3D-Illus macht braucht einen 2ten Monito, oder arbeitet auf 30″ (was ich übrigens fast schon pervers finde – lieber 2 22″, da kann man einen ausschalten)
ich finde 2 monitore klasse!

druboe (1 comments)
September 20th, 2009

Hey sehr interessanter artikel! Hoffe dein angekündigter längerer artikel wird auch bald zu lesen sein…auf jeden fall toll, dass das du so gern teilst und spaß daran hast! Aber noch besser ist, dass das was du teilst eine solche qualität hat…

Beste grüße und weiter so!!!

Uwe (1 comments)
September 30th, 2009

Suuuuper. Absolut amüsant zu lesen. Tolle Tipps und danke für den Spiegel, der vor meinem Gesicht baumelt. :-)

meike (1 comments)
Januar 30th, 2010

Sehr gut zusammengefasst meiner Meinung nach :-) so kann man gut arbeiten.

GallagherDelia30 (1 comments)
Juli 20th, 2010

Don’t have enough money to buy a car? You should not worry, just because that is real to take the loan to work out such kind of problems. Therefore get a commercial loan to buy everything you want.

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