Eine neue Einnahmequelle soll her und jetzt wollen die Japaner, insbesondere die JASRAC Twitter unter die Lupe nehmen. Musiker beschweren sich nicht nur in Europa über Lizenzverstöße und minimierte Einnahmen aus Ihren Stücken, sondern eben auch in Japan. Jetzt soll ein System entwickelt werden, dem es möglich ist, Urheberrechtsverletzungen in Twitter-Tweets aufzuspüren und Gebühren fällig werden zu lassen.

Die Nennung eines Songtitels stellt noch keine Verletzung des Urheberrechts dar, das Zitat eines vollständigen Songtext-Satzes schon, so die JASRAC.

In der Vergangenheit hat die JASRAC schon Youtube unter die Lupe genommen und rigoros Videoclips gemeldet wenn keine Lizenz dafür existierte.

Ob die Verfolgung der Urheberrechtsverletzer bei Twitter durchsetzbar ist, scheint momentan zumindest noch nicht wirklich real, da das japanische Urheberrecht noch nicht so ausgefeilt ist wie z.B. das europäische oder amerikanische Urheberrecht. Allerdings sind die Japaner dem Anti-Counterfeit Trade Agreement (ACTA) gegenüber nicht negativ eingestellt, von daher scheint es in Zukunft möglich zu sein, die Verletzungen via Twitter-Tweets zu verfolgen, wenn sich im Japanischen Urheberrecht noch etwas mehr tut.

http://www.musicweek.com/story.asp?sectioncode=1&storycode=1040269&c=1

http://www.gulli.com/news/japan-lizenzgeb-hr-f-r-getwitterte-songtexte-2010-03-04