iPad für alle 736 EU-Abgeordnete

Posted by malo - 26. Mai 2010 - News - 5 Comments

Demnächst sollen alle EU-Abgeordnete mit den neuen iPad`s ausgestattet werden, so berichtet die „The Times“. Im Rahmen der IT Mobility Project soll diese Entscheidung gefallen sein, denn das Projekt hat die Aufgabenstellung dafür Sorge zu tragen, dass die EU-Abgeordneten besser vernetzt sind und somit in den Fraktionen und auch untereinander besser und zeitnaher diskutieren können.

Neue Notebooks von Hewlett-Packard haben die EU-Abgeordneten vor kurzem erst erhalten, werden aber längst nicht überall mit hingenommen und so suchte man eine bessere Alternative und entschloß sich – lt. Times – zum iPad. Das iPhone ist seit einiger Zeit bei den Abgeordneten bereits vorhanden und so sei das iPad eine sinnvolle Ergänzung da die Abgeordneten mit der Art und Weise der Bedienung bereits bestens vertraut sind. Zudem bietet das Tablet eine Menge an Tools für bessere und leichtere Kommunikation untereinander sowie Software zur mobilen Bearbeitung von Texten. Nicht verwunderlich, dass auch Kritik an diesem Vorhaben laut wird und die Kritiker glauben nicht an die erhofften Einsparungen durch die bessere Online-Erreichbarkeit, denn gerade ältere Abgeordnete hätten wohl kaum Interesse an den neuen Kommunikationsformen und so hält man es für fragwürdig gerade in den Zeiten der Finanzkrisen eine solche Anschaffung zu tätigen die mit fast 5 Mio Euro dotiert ist um alle 736 Abgeordneten mit dem neuen iPad auszustatten.

Meinung:

Ich halte es für absoluten Blödsinn in den heutigen Krisenzeiten die Abgeordneten mit dem iPad auszustatten. Nicht weil die Abgeordneten diesen nicht nutzen würden, sondern weil ja neue Notebooks vorhanden sind und diejenigen die das Notebook nicht nutzen, werden auch das iPad nicht nutzen und somit ist es wieder einmal herausgeworfenes Geld was sicherlich anderweitig viel besser zu nutzen wäre. Schüler und Studenten, die sollte man mit den iPads ausstatten, denn hier ist die Zukunft und zudem halte ich es mit dem schönen alten Sprichwort: „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr.“ Somit sollten die iPads in junge Hände und nicht in alte, die sich eh nicht mehr umstellen wollen oder können. Ich bin gespannt, ob diese Entscheidung tatsächlich umgesetzt wird, oder ob sich Widerstand breit macht gegen eine so hohe Ausgabe für Geräte, Verträge und Folgekosten.

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5 comments

  • Rieke (149 comments) sagt:

    Außerdem kann sich jeder Abgeordnete sein Arbeitswerkzeug bitteschön selber kaufen und dann von mir aus steuerlich geltend machen so wie jeder andere auch. Warum schenkt man ihnen das iPad, Notebooks´und iPhone, bezahlt Ihren Kindern den Ski-Urlaub auf Staatskosten und füttert sie dumm und dusselig, während man überlegt Hatz4 zu kürzen und bei Ausgaben für Schule und Bildung zu sparen.

    Ich finde das ganze ist nur noch armselige Selbst-Beschenkung.

  • Holger (2 comments) sagt:

    Wenn wir der Einfachheit halber 1000 EUR Kosten pro iPad annehmen (dann müsste jedem iPad teures Zubehör beigelegt werden), dann kostete die iPad-Beschaffiung für 736 Abgeordnete offensichtlich 736.000 EUR.

    Die 5 Mio EUR müssen für irgendeine andere Summe stehen, mglw. das Gesamtbudget des IT Mobility Projects.

    • Rieke (149 comments) sagt:

      Die Summe steht für das “IT mobility project” , zu welchem eben auch die Anschaffung der iPads gehört.

  • Alex (6 comments) sagt:

    Abgesehen davon dass iPad ein nutzloses Spielzeug ist, das überteuere Ding den abgeordneten hinterher zu schmeissen ist siwieso Geldverschwendung. Studenten währen schon glücklich wenn man ihnen Lehrbücher zum Sonderpreis anbieten würde, geschweige von einem neuen Notebook von HP.

  • Emil (1 comments) sagt:

    iPads werden überbewertet…

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