Handy mit Gesichtserkennung liefert facebook- und Twitterdaten

Posted by Rieke - 25. Februar 2010 - News - No Comments

Die schwindende Privatsphäre hat einen neuen Höhepunkt erreicht und empfindet sich als neue Form der sozialen Netzwerke. Dan Gärdenfors (Leiter der Forschungsgruppe User Experience der Firma “The Astonishing Tribe“) fand es eine gute Idee das “Kennenlernen” im realen Leben und das “Kennenlernen” im Internet, mit einander zu verbinden und hat seine neue Software auf dem Mobile World Congress in Barcelona vorgestellt.

Die Pilot Software „Recognizr“ läuft derzeit auf Android Handys mit 5 Megapixel-Kammera sowie iPhones. Sofern man mit dem Handy ein Foto (vom Tischnachbarn, Mitarbeiter, Kollege, Freund, Feind ?) macht, startet die Software der schwedischen Firma “Polar Rose” ein 3D Modell aus den Gesichtszügen und daraus eine Identitäts-Signatur zu erstellen.
Diese Id wird dann an einen Server übermittelt und mit einer Datenbank abgeglichen. Kommt es zu einem Treffer wird das Profil, also Name, Telefon, E-Mail, Postanschrift, Twitter- oder Facebook Informationen zurück geschickt.

NOCH gibt es eine Entwarnung: Es werden nur Daten von Personen angezeigt, die sich beim System anmelden und ein Foto swie weitere Daten hinterlegen.

Letzteres ist löblich. Aber. Hätte vor 10 Jahren jemand gesagt es würden Millionen Menschen ihre privaten Daten freiwillig im Internet veröffentlichen um sich an einem Social-Network-Hype zu beteiligen oder Web2.0 Anwendungen nutzen zu können … hätte niemand erahnt wie weit das alles gehen kann.

Es wird der Tag kommen, in den solche Daten automatisch irgendwo hinterlegt werden wenn man an “angesagten” Plattformen teilhaben will und eine Option übersieht, die AGB nicht richtig liest oder eben leichtsinnig / Unerfahren ist. Es werden wieder Tausende es bereuen und Monate oder Jahre lang versuchen Ihre Privatsphäre zurück zu erlangen, ihre Daten und Fotos aus dem Internet löschen zu lassen. Dazu kommen Fotos die Freunde einstellen und gleich bei schreiben mit WEM zusammen sie sich da haben fotografieren lassen.
Personalchefs werden anhand des Bewerbungsfotos dann ganz schnell Zugang zum privaten Online Leben ihrer Angestellten haben, das Netz wird immer enger, und der Platz vorm heimischen PC zwischen Staatstrojaner, Online Durchsuchung, Identitätsdiebstahl, facebook, twitter, Buzz, Google und Gesichtserkennung hat zusehends soviel Privatsphäre wie ein Stückchen Rasen auf einer Verkehrsinsel.Facebook Like

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