Google Sitewiki – Notizen von Besuchern im Browser einblenden

Posted by Ingmar - 24. September 2009 - News, Suchmaschinen - 5 Comments

Während des Surfens im Netz anderen helfen und von anderen lernen

- So leitet der Google-Produktkompass die Vorstellung des am 23.09.2009 gestarteten Dienstes Google Sitewiki ein.

google_sitewiki

Mit dem neuen Tool wird es dem Besucher ermöglicht, Notizen und Bemerkungen zu der aktuell besuchten Seite festzuhalten. Diese werden dann anderen Sitewiki-Nutzern neben der Homepage angezeigt. Ziel soll sein, dass eine Homepage lebendiger und quasi automatisch durch die Bemerkungen der Besucher aktuell gehalten wird.

Nach Angaben auf dem Google-Produkt-Kompass wurde das Programm ausgiebig getestet und löste bei den Testern größtenteils Lob aus.

Für die Reihenfolge der angezeigten Bemerkungen ist nicht die Chronologie sondern eine aufwändig berechnete Bewertung der Relevanz maßgeblich. Auch wird geprüft, ob eine Bemerkung auch auf anderen Seiten auch Sinn haben könnte. Wird beispielsweise Presseartikel auf einer privaten Homepage zitiert, taucht die Sitewiki-Bemerkung auf beiden Seiten auf.

Genutzt werden kann das Tool nach Neuinstallation der Google-Toolbar. Bemerkungen lesen kann dann jeder. Für das Verfassen von Bemerkungen ist ein Google-Konto nötig.

Link zur Beschreibung von Google mit Video:
http://google-produkt-kompass.blogspot.com/2009/09/wahrend-des-surfens-im-netz-anderen.html

Wir dürfen gespannt sein, ob dieses Tool beim Surfen eine zusätzliche Welle oder doch eher einen bremsenden Felsen darstellen wird. Auch wird noch nichts darüber gesagt, wie man diesen Dienst für seine eigene Seite sperren kann, da mit Sicherheit nicht jeder Inhaber einer Internetpräsenz dieses Tool mögen wird. Es stellt sich ja auch nicht jeder ein schwarzes Brett neben das Schaufenster … ;-)

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5 comments

  • Rieke (150 comments) sagt:

    Zitat: “Genutzt werden kann das Tool nach Neuinstallation der Google-Toolbar. Bemerkungen lesen kann dann jeder. Für das Verfassen von Bemerkungen ist ein Google-Konto nötig.”

    Für mich ist das ein SEHR geschickter Schachzug der Datenkrake, denn jetzt werden immer mehr Surfer sich die Google Toolbar installieren und sich einen Google Account holen. Und wenn man surft während man bei Google eingeloggt ist und die Surf Bar läuft .. dann weiß Google WER exakt WAS und Wo ansurft, ließt, kauft, bestellt, sich wo anmeldet, sich für welche Themen interessiert, einfach alles.

    Da ist facebooks beacon doch harmlos gegen, aber wie facebook connekt, werden die Leute sich das google Konto + Toolbar freiwillig anlegen um Notizen über Webseiten zu heften, von denen noch geklärt werden muss, wer für deren Inhalt haftet.

  • nik (1 comments) sagt:

    Mal ganz unabhängig von der Datensammelproblematik finde ich auch das Prinzip der Bewertung “eine aufwändig berechnete Bewertung der Relevanz” und das Anzeigen auf anderen Seiten sehr eigenartig.

    “Auch wird noch nichts darüber gesagt, wie man diesen Dienst für seine eigene Seite sperren kann,”
    Das dürfte wohl kaum im Sinne des Erfinders sein.

  • Ingmar (2 comments) sagt:

    Hallo Nik,
    >>Auch wird noch nichts darüber gesagt,
    >>wie man diesen Dienst für seine eigene Seite sperren kann,
    >Das dürfte wohl kaum im Sinne des Erfinders sein.

    Naja, als Inhaber einer Seite habe ich ja irgendwie schon das Recht zu entscheiden, welche Inhalte im Zusammenhang mit meiner Seite angezeigt werden.

    Außerdem gibt es Seiten, bei denen Bemerkungen von Besuchern ein absolutes NoGo darstellen. Diverse Freiberufler dürfen zum Beispiel keinerlei Foren oder Gästebücher haben. Wenn, dann nur anonym und mit strenger Moderation. Sie dürfen mit ihrer Homepage Infos und ihr dasein zeigen – aber keine Werbung machen.

    Hat ein Anwalt auf seiner Seite stehen “der günstigste Anwalt, den ich kenne”, hätte er sofort seine Kammer bzw. Abmahnungen anderer Anwälte am Hals … Obwohl die Bemerkung vom Besucher gut gemeint war.

    Ob nun im Sinne des Erfinders oder nicht … Eine ordnungsgemäße Seite kann durch falsche Bemerkungen zu einem unzulässigen Internetauftritt werden. Derzeit hätte der Inhaber einer Seite keine Chance, die Zulässigkeit wiederherzustellen. Das finde ich völlig untragbar und das muss schnellstmöglich geregelt werden.

    Das einzige Sonderrecht, was ein Domaininhaber hat: Wenn er seine Seite bei den Webmastertools bei Google registriert und verifiziert hat, tauchen seine Postings ganz oben auf … aber minus mal plus bleibt minus. ;)

  • werk26 (1 comments) sagt:

    Ich könnte mir vorstelllen, dass diese Funktion gleich mal wieder einen Run von den Seo Leuten überstehen muss. Könnte mir vorstellen, dass diese “Rezensionen” bzw. Kommentare irgendwann Einfluss auf die Bewertung der Webseite nehmen

  • sasch (1 comments) sagt:

    Die nächste Frage ist, wer garantiert, dass die “Rezensionen” nicht von Google selbst erstellt werden. Andererseits könnte auch ein neuer Beruf des Netrezensenten entstehen. Betahlt von Firmen.

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