Google schnappt Microsoft und IBM Großkunden weg

Posted by malo - 12. Oktober 2009 - Magazin, News - 1 Comment

Rentokil initialGoogle hat einen neuen riesigen Kunden gewonnen. Diese Veröffentlichung gab das Handelsblatt bekannt. Der internationale Dienstleistungskonzern Rentokil Initial (weltweit ca. 35000 Arbeitsplätze an 50 Standorten) ein Konzern für Dienstleistungen im Großküchen über Ungezieferbekämpfung bis hin zur Wäschereinigung hat sich im Bereich der neuen Bürosoftware für den Internetriesen Google entschieden.

Dies ist der weltweit größte Vertrag für Googles Businesssoftware und Google schnappt somit den großen Wettbewerber Microsoft mit Office und Outlook sowie IBM mit Lotus Symphony den Großkunden Rentokil praktisch vor der Nase weg. Google will auch in diesem Bereich weiter wachsen und vor allem Kosten senken in den Bereichen IT- und Onlineservices.

Ca. 20000 Rentokil-Mitarbeiter nutzen ständig den PC-Arbeitsplatz und weitere 15000 Mitarbeiter sind über eigene Computer mobil mit Smartphones angebunden oder teilen sich gemeinschaftliche Computer. Das Problem ist die elektronische Kommunikation und diese ist derzeit recht kompliziert. Ca. 180 verschiedene E-Mail-Domains und 40 verschiedene E-Mailsysteme sind weltweit genutzt und es gibt keinerlei Standardisierungen für Termin- und/oder Adressdatenbanken in den verschiedenen Unternehmensbereichen.

googleDies soll sich mit der Bürosoftware von Google nun ändern. Hier wird die gesamte Kommunikations-Infrastuktur wie E-Mail, Video-Konferenzen oder auch Internet-Telefonie unter einen Hut gebracht und auf Web-Servern von Google installiert und gewartet werden. Per Online-Textverarbeitung und Tabellenkalkulation sind die Rentokil-Mitarbeiter in der Lage, parallel an Dokumenten zu arbeiten oder via Instant-Messenger miteinander zu kommunizieren und die Programme laufen im Browser. So wird die IT-Abteilung des Unternehmens entlastet und der Austausch von Informationen vereinfacht.

Die Kosten von Microsoft und IBM für ein vergleichbares System sind ebenfalls nicht ausser Acht zu lassen, aber hier nennt das Handelsblatt keine konkreten Zahlen, aber da der Vertrag mit Google zustande gekommen ist, wird hier sicherlich die günstigere Variante zum Einsatz gekommen sein. Viele Unternehmen suchen heute nach preisgünstigen Alternativen, selbst wenn dadurch weniger Funktionen zur Verfügung stehen als die großen der Branche anbieten.

microsoft-office[1]Die Gefahr durch Google hat zumindest Microsoft bereits erkannt und startet mit dem neuen Programm Office2010 ebenfalls mit einer eigenen Online-Version die stark an das Google Vorbild erinnert und ist momentan in der Beta-Phase. Office hat momentan noch einen Marktanteil von über 80 % und macht einen Umsatz von 19 Mrd. Dollar Umsatz und so wird schnell klar, warum Google in dieses Marktsegment will.

Google bald All-In-One?

Mit Google Apps wurde 2007 die kostenlose Softwaresammlung für Privatnutzer und Bildungseinrichtungen um eine kostenpflichtige Premiumversion erweitert mit Google Chrome wurde 2008 Googles Webbrowser eingeführt. Dieser Browser soll die Software in Browsern schneller und absturzsicher machen. Voraussetzung hierfür im Buisinessbereich ist allerdings das neue und seit Mitte 2009 eingeführte PC-Betriebssystem names „Chrome“ als Kampfansage zum Konkurrenten Windows. Noch in der Beta-Phase ist die neue Plattform Google-Wave die Web-2.0-Dienste, E-Mail und Teamarbeitsdienste vereinen soll und wendet sich somit direkt gegen Microsoft-Outlook.


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