Facebook stellt Beacon Werbetool ein

Posted by Rieke - 22. September 2009 - News, WebWirtschaft - 3 Comments

facebookWie einsichtig ? Wohl kaum. Facebook trat mit Einführung des Werbetools Beacon seit 2007 den Datenschutz seiner Nutzer mit Füßen und verdiente sich damit sicherlich eine Menge Geld. Facebook hatte absprachen mit einigen großen Online Handlern, auf deren Webseiten ein kleiner Facebook Pixel eingebaut wurde um die Facebook Nutzer bei Ihren Einkaufen dort zu bespitzeln UND diese Information sogleich im Profil des Nutzers zu veröffentlichen.

Kaufte man also ein Buch über ausgefallene Sexpraktiken und Kamasutra bei einem dazugehörigen Online Händler, so erschien diese Information für die Freunde des Nutzers im Profil, der Nutzer wurde nur kurz per PopUp über ein “Profilupdate” informiert.  Viele facebook Nutzer regten sich hierüber auf, zumal dieser beacon Dienst nur sehr umständlich zu deaktivieren war, so kam es zu einer Sammelklage.

Nun, 2 Jahre später hat facebook sich zu einer außergerichtlichen Einigung bereit erklärt, er schaltet beacon ab und zahlt 9,5 Millionen in eine Stiftung zur Förderung des Datenschutzes im Internet.

Facebook wird ein vielfaches davon über diese Software verdient haben, benötigt dieses “heimliche” Daten stehlen aber seit Etablierung von facebook connect 2008 nicht mehr, und dass nutzen die facebook User schließlich freiwillig. Facebook Connect ermöglicht es seinen Nutzern, sich mit ihren Facebook-Daten auch auf anderen Seiten einzuloggen. Ebenso wie bei Beacon werden die Aktivitäten der Facebook-User auf Seiten von Drittanbietern auch in ihren Facebook-Profilen angezeigt.

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3 comments

  • Sascha (4 comments) sagt:

    “Facebook wird ein vielfaches davon über diese Software verdient haben, benötigt dieses “heimliche” Daten stehlen aber seit Etablierung von facebook connect 2008 nicht mehr, und dass nutzen die facebook User schließlich freiwillig. Facebook Connect ermöglicht es seinen Nutzern, sich mit ihren Facebook-Daten auch auf anderen Seiten einzuloggen. Ebenso wie bei Beacon werden die Aktivitäten der Facebook-User auf Seiten von Drittanbietern auch in ihren Facebook-Profilen angezeigt.”

    Und das macht einen großen Teil des Erfolges von Facebook heutzutage aus.

    Das Beacon fand ich auch eine Unverschämtheit, aber da mit Facebook Connect der User selbst entscheidet, was veröffentlicht wird, halte ich es für ein wichtiges Feature welches vollkommen seine Daseinsberechtigung bestizt.

  • Reiner (2 comments) sagt:

    Es wird wohl nicht mehr lange dauern und OpenStreetView wird sein eigenens Community-basiertes Video-Projekt aus der Taufe heben. Dann werden Amateure, mit Videokameras bewaffnet, per Pedes oder auf dem Fahrrad durch unsere Städte und Orte ziehen um ganze Strassenzüge abzulichten.

    Wetten dass? Das Resultat kann dann jeder im Internet bewundern. Und OpenStreetView ist nicht “böse” wie Google ja angeblich ist, sondern ein freies und unabhängiges Community-Projekt.

    > dort seien Menschen auf Fotos teilweise klar erkennbar

    Dort dann wohl auch, oder? Sollte das OpenStreetView-Projekt also in weiser Voraussicht verboten werden?

    • Rieke (150 comments) sagt:

      Na aber Amateure müssen sich genauso an Datenschutz halten wie Profis und die Betreiber der Plattform müssen Sorge tragen das auf ihrer Seite nicht gegen geltendes Recht verstoßen wird. Es gibt ja schon heute “geschützte” Gebäude die nicht fotografiert werden dürfen, weil die Eigentümer sich das Recht die Fotos Ihres Eigentums selbst zu vermarkten, vor behalten.
      Ich bin in meinem Empfinden da etwas geteilter Meinung. Zum einen wäre ich gerne Konsument des ganzen, zum anderen verstehe ich Menschen die nicht möchten das Sie sich selbst irgendwann im Internet als Foto wieder finden .. oder ein Bild vom eigenen Haus “als der Vorgarten gerade ganz schlimm aus sah .. ach naaainnn was sollen denn die Leute denken” .. ich kann mir da so manchen Spießbürger vorstellen, der aber eben irgendwie auch Rechte hat.

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