facebook las iPhone Telefonbücher aus und stellte die Daten online

Posted by Rieke - 9. Juni 2010 - News - 4 Comments

Monate lang hat facebook die Telefonbücher und Adressdatenbanken von iPhone Nutzern seiner User ausgelesen und auf den facebook Seiten der Profile aufgelistet. Vermutlich wollte (oder hat?) facebook diese Daten genutzt um Freunde seiner User ausfindig zu machen, welche noch nicht miteinander verknüpft sind.

Die gegen den Willen der User ausgelesenen und online gestellten Daten, ließen sich auch trotz massiver Beschwerden nicht löschen. Erst als Verbraucherschützer mit Beschwerden bei den US-Behörden drohten, wurde nun begonnen einzelne Datensätze wieder zu entfernen.

Bisher hat facebook sich nicht geäußert, es ist völlig unbekannt wieviele Nutzerdaten heimlich gesammelt und zu welchen Zwecken und Umfang diese ausgewertet und genutzt wurden.

Ich persönlich finde, dass ist eindeutig Diebstahl und gehört angezeigt. Wenn ich mit meinem Handy eine Webseite besuche/nutzte , hat diese ihre “Drecksgriffel” aus meinen persönlichen Daten wie meinem Adressbuch zu lassen.  Aber da der Chef des ganzen eh wenig Wert auf Datenschutz legt und sich schon während der Entstehungsgeschichte durch Nutzung der User-Daten illegal Zugriff auf E-Mail Konten anderer verschaffte … wird ihm das ganze wohl ziemlich egal sein.

Interessante Artikel zum Vorfall:
–  Spiegel 07.06.10 und   Spiegel 08.06.10Facebook Like

4 comments

  • emzo (2 comments) sagt:

    Harter Tobak! Gibt´s dazu eine Quelle oder Screenshots oder sonstige Beweise? Nicht, dass ich die Story nicht glauben würde, das passt einfach zu gut zu Facebook…

  • emzo (2 comments) sagt:

    Oh, danke für den Hinweis. Die zwei Links hatte ich wohl ausgeblendet :D

  • Hannes (3 comments) sagt:

    Naja, ich verstehe die Aufregung ehrlich gesagt nicht.

    Als bei der Facebook-App für das iPhone dieses “Feature” eingeführt wurde, musste man zustimmen, dass ALLE Adressbuch-Daten an facebook gesendet werden. Das facebook sich nicht (in Summe) gigabyteweise Daten schicken lässt, um damit nichts anzustellen kann niemand ernsthaft erwarten. Selbstverständlich wertet facebook solche Daten aus – und es wären auch die ersten Daten, die facebook jemals gelöscht hätte.

    Facebook ist eine der größten Datenkraken unserer Zeit, und ihr einziges Gut sind Nutzerdaten. Und die sammeln und speichern sie mit allen Mitteln. Und sie löschen sie natürlich auch nicht besonders gern – manche Daten werden erst in 20 Jahren interessant (entstellte Bilder vom zukünftigen Bundeskanzler o.ä.). Wer glaubt, dass diese Firma millionenschwere Server- und Entwicklungskosten auf sich nimmt um dann die mühsam gesammelten Daten zu löschen, sollte kurz nachdenken und wird schnell merken, dass das nicht besonders logisch wäre.

    Mit diesem Hintergrund habe ich natürlich NICHT zugelassen, das facebook mein Adressbuch ausliest. Denn – und das gebietet die Fairness – sie haben gefragt. Das kann man jetzt auf ethischer Seite verwerfen, weil man nicht mal eben nebenher einen Nutzer fragt “Hey, kann ich mal bitte all Deine privaten und geschäftlichen Kontakte abgreifen”. Aber hin oder her – der Nutzer musste alldem zustimmen.

    Daher möchte ich auch einigen Punkten im Artikel widersprechen:

    “Vermutlich wollte (oder hat?) facebook diese Daten genutzt um Freunde seiner User ausfindig zu machen, welche noch nicht miteinander verknüpft sind.” – Davon würde ich wie gesagt ausgehen.

    “Die gegen den Willen der User ausgelesenen…” – das ist wie schon beschrieben nicht richtig. Der Screenshot im Artikel von SpOn zeigt übrigens genau den Hinweis, den jeder Nutzer akzeptieren musste. Inclusive der Bestätigung, dass die Freunde damit einverstanden sind übrigens. (!)

    Das man die ganze Sache nicht löschen kann ist natürlich eine riesen Schweinerei, aber wenn Du Dir das Geschäftsmodell von facebook anschaust, darf Dich das eigentlich nicht wundern.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Kommentarlinks könnten nofollow frei sein.