Ex-Mitarbeiterrache: Abschaltung von Autos übers Internet

Posted by malo - 21. März 2010 - News - 1 Comment

Immer mehr Technik zieht in unsere Autos ein. Hotspots sollen darin verbaut werden, genauso wie W-Lan und komplette Internetanschlüsse. Das dies auch Tücken haben kann, das zeigt ein Fall aus den USA, denn diese verbaute Technik weist die gleichen Fallen auf wie herkömmliche PC´s.

Dort hat ein Mitarbeiter eines Autohauses, der von seinem Chef gefeuert wurde mehr als 100 Fahrzeuge über das Internet einfach abgeschaltet. Die Besitzer der Fahrzeuge konnten entweder die Fahrzeuge gar nicht mehr starten, oder aber es entbrannte ein unüberhörbares Hupkonzert welches erst unterbrochen werden konnte in dem man die Autobatterie ausbaut. Der ehemalige Mitarbeiter des Autohauses sann auf Rache, da er mit seiner Kündigung nicht einverstanden war.

Wie war die Abschaltung möglich? An sich ganz einfach, denn der Chef des Autohauses hat in seine

Fahrzeuge eine Blackbox hinter die Armaturenbretter verbaut die es ihm ermöglicht, die ‘Fahrzeuge still zu legen, falls der Käufer die monatlich fälligen Leasingraten nicht bezahlt oder mit zu vielen Raten im Rückstand ist. Er setzte dafür das System „Webtech Plus“ ein. Jedes Fahrzeug hat individuelle Zugangsdaten und die Abschaltung lässt sich online über das Internet durchsetzen. Eben diese Zugangsdaten hat sich der Ex-Mitarbeiter zugänglich gemacht und eingesetzt.

Webtech Plus lässt sich auf zwei Arten einsetzen. Entweder legt man die Zündanlage des PKW lahm, als Erinnerung bei säumigen Zahlungen, oder ein Dauer-Hupton wird aktiviert als akustisches Mahnschreiben. Die Zündanlagenabschaltung lässt sich aus Sicherheitsgründen nur bei ausgeschalteter Zündung aktivieren. Das Funk-Signal an die verbaute Blackbox wird von einem Server aus verschickt und genau hier hat der Ex-Mitarbeiter angesetzt und die Fahrzeuge lahm gelegt. Ein weiterer Kollege soll dem ehemaligen Miarbeiter bei der Beschaffung der Zugangsdaten geholfen haben, wie im Online Magazin „Wired“ zu lesen war. Der 20-jährige wurde festgenommen.

Meinung:

Als ich diese Meldung gelesen habe, fragte ich mich ob so etwas hier in Europa auch möglich ist und soweit ich das beurteilen kann (habe lange gesucht) gibt es das in Deutschland nicht, dass ein Autohaus Autos einfach abschalten kann wenn Raten nicht gezahlt werden. Ich habe allerhand gefunden über spezielle Versicherungen zu solchen Fällen und das ist auch gut so. Allerdings kann ich den Autohausbesitzer auch ein wenig verstehen solch eine Technik zu verbauten. In den USA ist vieles möglich, was hier nicht, oder sollte ich sagen noch nicht verbaut werden kann oder darf.

Aber wer weiß? Vielleicht ist das ja auch nur eine Frage der Zeit, bis wir uns wundern warum beim Herrn Nachbarn ein Dauerhupton erfolgt oder er sein Auto nicht mehr starten kann. Ich werde mich zukünftig sicher direkt fragen ob er sein Auto wohl geleast hat und mit seinen Raten in Rückzug sein könnte.

OnlineMagazin Wired – Artikel in englisch

Zahlungssystem Payteck in englisch

Das betroffene Autohaus in TexasFacebook Like

One comment

  • Mike Klosters (1 comments) sagt:

    Die Geschichte ist ja cool. Ich wusste bisher gar nicht, dass das möglich ist. Na, da haben wir ja Glück, dass wir deutsche Autos haben und versichert sind!
    Vielen Dank für den Beitrag! Da hatte ich Spaß dran!

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