Die Gema hat einen Trickfilm ohne Rechtsgrundlage gesperrt

Posted by GSL-Team - 15. Juli 2011 - News, WebWirtschaft - 6 Comments

Von der amerikanischen Künstlerin Nina Paley kam ein Aufruf an die Gema, den von ihr produzierten Trickfilm “Sita sings the Blues” nicht mehr zu sperren. Denn das hat die Gema angeblich wegen fehlender Rechte getan.

Die Trickfilmautorin und Zeichnerin wirft der Gema vor, dass die Sperrung ein Betrug sei und deshalb der von ihr auf YouTube eingestellte Film seit mehr als einem Jahr nicht mehr abrufbar ist. Beim Versuch, den Film aufzurufen, kommt der bekannte Hinweis, dass der Film in Deutschland nicht abgespielt werden könne, weil die Gema die nötigen Rechte nicht einräumt. Über andere Kanäle wie Cinema Nirwana kann man den Film ohne Probleme anschauen.

In dem Film kommen Musiktitel von Plattenfirmen vor, darunter auch zwei Titel von Sony Music. Paley gibt aber an, 2009 ein Lizenzabkommen mit Sony Music geschlossen zu haben, um die Stücke nutzen zu können. Sie habe Sony einen “bedeutsamen Geldbetrag” für das Recht bezahlt, den Film kostenlos zeigen zu dürfen.Facebook Like

6 comments

  • Michael (10 comments) sagt:

    Die GEMA war mal eine sehr sinnvolle, gute Institution, hat aber in dieser Form heute ausgedient. Etwas weniger weltfremd, weniger unfair nach innen und mehr dem Wohle der Mehrzahl der heutigen Künstler zugewandt müsste sie werden, um wieder zu einem nützlichen Mitglied der Gesellschaft zu werden.
    Bei den ganzen absurden Online, Youtube, etc. Fällen geht auch grad ganz unter, dass die GEMA kulturelle Entfaltung z.B. dadurch aktiv behindert, dass von Kleinkunstbühnen und Livemusik Veranstaltern unangemessene gebühren (für nichts) verlangen darf. Nicht nur das, irgendwie haben sie es geschafft das so zu drehen, dass jeder Veranstalter sogar beweisen muss, dass er/sie NICHT GEMA-Repertoire spielt.
    Die Liste könnte endlos weitergehen…

    • Rieke (149 comments) sagt:

      Ich habe mich vor einigen Tagen mit einem Künster (Sänger) unterhalten. Er wollte auf seiner eigenen Webseite “Hörproben” seiner eigenen Songs online stellen … und braucht dazu die Genehmigung der Gema …
      Andere Sänger klauen ganz legal seine Songs und covern diese ganz legal, tingeln mit ihrem “neusten Song” erfolgreich durchs TV (das Kleingedruckte auf der CD liesst eh niemand) .. dafür bekommt er zwar im 0,0x Cent Bereich Geld von der Gema… aber er kann es nicht verhindern das andere Erfolg mit SEINEN Werken haben. Eben weil die Gema eben mehr Geld verdient, je öfter ein Song gespielt wird – denen ist egal von wem. Aber fleißig das Urheberrechts-Fähnchen in den Wind halten wo es nur geht.. nur da wo man ohne den Schutz der Klienten mehr verdient, will von Schutz niemand mehr etwas wissen.

  • hufi (2 comments) sagt:

    Ich fürchte, da liegt ein Missverständnis vor. Die GEMA hat nirgendwo irgendwas gesperrt. Allein YouTube kann dies machen, die GEMA hat doch gar keine technischen Mittel dafür, ihr gehört YouTube nicht.

    Alle von der GEMA zur Sperrung veranlassten Werke sind in Übereinstimmung mit deren Rechteinhabern zur Sperrung bei YouTube angegeben worden. Viel war das nicht. 60 Stücke oder ein paar mehr.

    Die Künstlerin sollte sich also an YouTube wenden! Die sind ihr Vertragspartner in diesem Fall.

    M.

    • dmi (7 comments) sagt:

      Das sieht YouTube aber anders…

    • hufi (2 comments) sagt:

      Wie, es gibt ein Statement von Youtube dazu? Nicht nur diese automatische Nachricht, die in sich schon falsch ist. Interessant. Gerne mehr wissen wollen!

  • Eddi (2 comments) sagt:

    @ Hufi, genau so ist das. Youtube ist der Einzige der soetwas veranlassen kann. Punkt

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Kommentarlinks könnten nofollow frei sein.