Aus für Online-Nachrichtenportal “Netzeitung”

von malo » 5 Kommentare. Klicke zum Kommentieren.

Zum Jahresende schliesst die Redaktion der „Netzeitung“ und entlässt alle Mitarbeiter betriebsbedingt. Dies teilte die Sprecherin des Kölner Medienhauses M. DuMont Schauberg am heutigen Freitag mit. Die Netzeitung wird zukünftig keine eigenschöpferischen Meldungen mehr veröffentlichen, sondern zukünftig ausschliesslich als automatisiertes Nachrichtenportal geführt.

Im Frühjahr 2000 wurde die Netzeitung in Norwegen gegründet und ist seither durch viele Eigentümerhände gegangen und schliesslich im April 2009 im Besitz des Kölner Medienhaus M. DuMont Schauberg gelandet, welchem auch die Berliner Zeitung und der Berliner Kurier gehört.  Kurz vor dem 10-jährigen Jubiläum kommt jetzt das aus für die Redaktion des Online-Nachrichtenportal, aus reinen Kostengründen. Die Rede ist hier von allen 12 fest angestellten Mitarbeitern, denn die Netzzeitung soll ohne Sie  nur noch als automatisiertes Nachrichten Portal geführt werden.  Offiziell heisst es dazu: „In der derzeitigen Form ist die Internetzeitung wirtschaftlich aber nicht zu betreiben.“.

Sie wird uns fehlen die „Netzeitung“, aber wir denken in Zeiten wo „Geiz geil ist“ wird es noch viele Online-Nachrichtenportale treffen.

www.netzeitung.de

Weiter sagen!

5 comments Hinterlasse einen Kommentar »

Lasse dich informieren, wenn neue Kommentare eingehen. Subscribe to the comments RSS Feed

Bankerin (2 comments)
November 8th, 2009

Das Problem der Netzzeitung ist aus meiner sicht, daß einfach ein zu großer Wasserkopf mit finanziert werden muß: Kosten des mehrfachen Verkaufes (z.B. Kapitaldienst für Kaufsumme), aufgeblähte Redaktion etc.

Ich will sagen: 3 hart arbeitende Angestellte könnten davon sicher gut leben. Nicht aber mit dem Wasserkopf drumherum…

Matthias Breitinger (2 comments)
November 9th, 2009

Von einer “aufgeblähten Redaktion” kann nicht die Rede sein. Vor einigen Jahren war es mal eine große Redaktion. Heute sind es nur noch eine Handvoll Redakteure – deutlich weniger als sueddeutsche.de oder Stern.de (geschweige denn Spiegel Online).

Gnadenbrot (1 comments)
November 9th, 2009

> Vor einigen Jahren war es mal eine große Redaktion
Und dann ist das Ding sicherlich teuer verkauft worden, und muß jetzt Kapitaldienst leisten…

> deutlich weniger als sueddeutsche.de oder Stern.de (geschweige denn Spiegel Online

Das sind gestandene Print- Medien, mit Internetseite als Extra. Die spielen in einer anderen Kategorie als die Netzeitung.

Rieke (131 comments)
November 9th, 2009

Der Verlag aus dem die Netzeitung betrieben wird, hat ebenfalls “gestandene Print-Medien” und ist keine Hobby-Gesellschaft nur weil sie auch ein reines Online Medium betreiben.

Matthias Breitinger (2 comments)
November 10th, 2009

@ Gnadenbrot:
Dass das “gestandene Print-Medien” sind, mag ja sein. Doch ein “Extra” ist ihr Online-Angebot längst nicht mehr. “Spiegel” hat erfolgreich vorgemacht, wie man “SpOn” als eigenständige Marke etabliert. “SpOn” wird längst nicht mehr als Online-Ausgabe des Spiegel wahrgenommen.

Hinterlasse deinen Kommentar »

Kommentarlinks könnten nofollow frei sein.