Aus für Online-Nachrichtenportal “Netzeitung”

Posted by malo - 7. November 2009 - News - 5 Comments

Zum Jahresende schliesst die Redaktion der „Netzeitung“ und entlässt alle Mitarbeiter betriebsbedingt. Dies teilte die Sprecherin des Kölner Medienhauses M. DuMont Schauberg am heutigen Freitag mit. Die Netzeitung wird zukünftig keine eigenschöpferischen Meldungen mehr veröffentlichen, sondern zukünftig ausschliesslich als automatisiertes Nachrichtenportal geführt.

Im Frühjahr 2000 wurde die Netzeitung in Norwegen gegründet und ist seither durch viele Eigentümerhände gegangen und schliesslich im April 2009 im Besitz des Kölner Medienhaus M. DuMont Schauberg gelandet, welchem auch die Berliner Zeitung und der Berliner Kurier gehört.  Kurz vor dem 10-jährigen Jubiläum kommt jetzt das aus für die Redaktion des Online-Nachrichtenportal, aus reinen Kostengründen. Die Rede ist hier von allen 12 fest angestellten Mitarbeitern, denn die Netzzeitung soll ohne Sie  nur noch als automatisiertes Nachrichten Portal geführt werden.  Offiziell heisst es dazu: „In der derzeitigen Form ist die Internetzeitung wirtschaftlich aber nicht zu betreiben.“.

Sie wird uns fehlen die „Netzeitung“, aber wir denken in Zeiten wo „Geiz geil ist“ wird es noch viele Online-Nachrichtenportale treffen.

www.netzeitung.de

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5 comments

  • Bankerin (2 comments) sagt:

    Das Problem der Netzzeitung ist aus meiner sicht, daß einfach ein zu großer Wasserkopf mit finanziert werden muß: Kosten des mehrfachen Verkaufes (z.B. Kapitaldienst für Kaufsumme), aufgeblähte Redaktion etc.

    Ich will sagen: 3 hart arbeitende Angestellte könnten davon sicher gut leben. Nicht aber mit dem Wasserkopf drumherum…

  • Matthias Breitinger (2 comments) sagt:

    Von einer “aufgeblähten Redaktion” kann nicht die Rede sein. Vor einigen Jahren war es mal eine große Redaktion. Heute sind es nur noch eine Handvoll Redakteure – deutlich weniger als sueddeutsche.de oder Stern.de (geschweige denn Spiegel Online).

  • Gnadenbrot (1 comments) sagt:

    > Vor einigen Jahren war es mal eine große Redaktion
    Und dann ist das Ding sicherlich teuer verkauft worden, und muß jetzt Kapitaldienst leisten…

    > deutlich weniger als sueddeutsche.de oder Stern.de (geschweige denn Spiegel Online

    Das sind gestandene Print- Medien, mit Internetseite als Extra. Die spielen in einer anderen Kategorie als die Netzeitung.

    • Rieke (150 comments) sagt:

      Der Verlag aus dem die Netzeitung betrieben wird, hat ebenfalls “gestandene Print-Medien” und ist keine Hobby-Gesellschaft nur weil sie auch ein reines Online Medium betreiben.

  • Matthias Breitinger (2 comments) sagt:

    @ Gnadenbrot:
    Dass das “gestandene Print-Medien” sind, mag ja sein. Doch ein “Extra” ist ihr Online-Angebot längst nicht mehr. “Spiegel” hat erfolgreich vorgemacht, wie man “SpOn” als eigenständige Marke etabliert. “SpOn” wird längst nicht mehr als Online-Ausgabe des Spiegel wahrgenommen.

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