Amazon: Ebook-Reader “Kindle” wird international teuer.

Posted by Rieke - 7. Oktober 2009 - News - 5 Comments

amazon-logoOnline-Anbieter Amazon möchte seinen Ebook-Reader “Kindle” nun auch international anbieten. Die internationale Version bietet UMTS, Edge, GPRS und WLAN mit 6-Zoll-Display und 2 GByte Speicher für rund 1.500 Bücher.

Der internationale Kindle kann für 279 Dollar (umgerechnet ca 190 Euro) auf der US Seite des Unternehmens vorbestellt werden. Doch Vorsicht: Es kommen 20 Dollar Versandkosten(ca 13,60 Euro) und 57 Dollar (ca 39 Euro) Importgebühren hinzu damit liegt der Preis fürs “Kindle” bei fast 250 Euro und das ist noch nicht alles denn:

Der Briefträger kassiert bei der Lieferung nocheinmal 19 % Einfuhrumsatzsteuer !

Das Gerät wirkt mit angepriesenen 190 Euro damit nur auf dem aller ersten Blick weit Preisgünstiger als das neuste  Lesegerät von  Sony, das PRS-600 Touch Edition für 300 Euro. Und auch der deutsche Hersteller Wizpac startet den Verkauf seines Readers Txtr, der Markt ist also in Bewegung und der Kunde tut wie immer gut daran genau zu vergleichen.

Amazons Lesegerät “Kindle” war erst vor kurzem ins Gespräch gekommen, da der Anbieter ohne die nötigen Rechte zu besitzen ein EBook zunächst an ca 2000 Kunden verkauft und nach gerichtlichen Anordnungen dann ohne weitere Benachrichtigung wieder von den Kindle´s der Kunden gelöscht hatte. Ein Schüler welcher das besagte Werk für eine Hausaufgabe mit zahlreichen Randbemerkungen versehen hatte, zog vor Gericht, Amazon zahlte hierfür 150.000 Dollar an die Anwälte.Facebook Like

5 comments

  • Mondschatten (10 comments) sagt:

    Wer einen Kauf erwägt, möge auf amazon.com (nicht auf amazon.de) die Kundenrezensionen lesen. Dort befindet sich eine recht negative Kundenmeinung, die zwar englischsprachig, aber sehr informativ ist. Insbesondere findet man Hinweise zur Übernahme bereits vorhandener ebooks, zur Handhabung des Geräts und zu Verschlimmbesserungen gegenüber einer (nach Ansicht des Rezensenten) wesentlich besseren Vorgängerversion.

    Viele Grüße
    Mondschatten

    • Rieke (150 comments) sagt:

      Mir ist der Preis generell noch zu hoch, dafür dass die erhältlichen Bücher eh fast alle in englisch sind. Wenn die Geräte dann irgendwann so um die 100 Euro liegen, ein bissl was aushalten, ein bissl Speicher zum anlegen eigener Text Dateien inkl einfacherer Schnittstelle zum DokumentenWechsel haben (ich will richtig mit dem Material arbeiten, will Vorteile davon haben das es kein Papier ist, nicht nur Randbemerkungen) und Bücher um die 10 – 30 Euro auf Deutsch dafür zu bekommen sind, dann hab ich endlich wieder einen Grund mich abends aufs Sofa zu legen :)

  • Martin (6 comments) sagt:

    Hier noch einige aktuelle Ergänzungen:
    1. nur englischsprachige Bücher von amazon.com
    2. Da amazon hier keinen Mobilfunkanbieter als Partner gefunden hat, wird der Kindle mit einer AT&T-Simkarte ausgeliefert (für UMTS und GSM). Es würden Roaming-Gebühren anfallen. Deshalb wird er hier wohl überwiegend nur im eigenen WLAN genutzt werden. (Update: Roaming-Gebühren sind wohl doch im Buchpreis enthalten).
    3. “Unterwegs Zeitschriften kaufen” wird deshalb eher unrentabel. Statt “FAZ” müsste man sich also mit der “Washington Post” zufrieden geben.
    4. Im Gegensatz zum amerikanischen Kindle gibt es keinen “experimentellen Browser”. Surfen ist mit dem Kindle in Deutschland also nicht möglich.

    Das Ganze ist für 250 EUR aus meiner Sicht in der Form noch nicht reizvoll.

  • Andre (2 comments) sagt:

    Grundsätzlich find ich das Kindle-Konzept schon super, aber da er für den amerikanischen Markt ausgerichtet ist, bringt das schon einige Nachteile mit sich.

    Eine sehr interessante Alternative ist der txtr.

    • Rieke (150 comments) sagt:

      17 Reader im Vergleich findet man : Hier (Seite 2)
      Generell kann ich mich allerdings dem Spiegel Artikel anschließen, für mich wird es wohl noch 1-2 Jahre dauern bis es ein Gerät/einen Reader gibt für den ich bereit bin 300 Euro zu bezahlen, allerdings wird das Gerät dann auch einen Browser zum surfen, einen Touch-Screen, eine Software wie Open-Office und eine vielleicht ausziehe/ausklappbare Tastatur haben.
      Netbooks kosten heute auch “nur” 300 euro und sind recht klein, können dafür halt weit mehr.

      Der Reader meiner Vorstellung ist nicht nur ein Reader sondern gleichzeitig ein Writer.. eine Text Verarbeitung die ich handlich mit aufs Sofa nehmen kann, die so robust ist, das sie mal von der Wolldecke rutschen kann und leicht und handlich ist wie ein Buch. Dank des Touch Screens brauche ich keine Maus und die Tastatur darf nicht stören, muss also entweder auf Knopfdruck auf dem Display erscheinen oder ein klappbar sein. Die Batterie muss mindestens 6 – 10 Stunden halten, es braucht Wlan und USB und statt 12 Euro / Monat die Möglichkeit die eigene Sim einschieben zu können.

      Sobald dieses Gerät erscheint, gebe auch ich 300 – 500 Euro dafür aus und ich bin mir fast sicher, es wird solche (oder bessere) Geräte geben :)

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